Band 
Erster Band. A - G.
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gel (Gesch. des Groteekekom. S. 8?)zu dem besondern Hanswurst derSpanier macht, nichts, als der Gra-cioso dieses Stückes ist. Dieser hatimmer in jedem Stücke seinen eige-nen Nahmen; und so wie er hierCosmc heißt: so heißt er in andernStücken anders, bald Tarugo, baldZabio, bald Bustos, bald Tabaco,bald Alarve, bald Clarin, ». s. w.Gracioso ist blos ein theatralischerBeynahme, welchen Lessing durchHanswurst zu übersetzen, oder so zubenennen, sehr Recht hatte, den aberZlögel nicht, wie er thut, von demGraciöse hatte unterscheiden sollen.Eine andre, stehende, obgleich selte.ner vorkommende komische Persondieser Art ist der Vesece. Die Grund-lage seines Characters scheint Treu-herzigkeit, und Liebhaberey der Fla-sche zu seyn. Schon die Benennungzeigt, daß es die Rolle eines Altenist, und folglich ist er denn auch im-mer weniger» als der Gracioso, indie Verwickelung des Stückes einge-'flochten. In den Zwischenspielenhak er, indessen, öfterer die wichtig-ste Rolle. Die vornehmen Altenheißen auch Larba. — Der Sallega,eine andre Person dieser Art, ist einGallicischer Einfaltspinsel, welcher,nach einem, erst aus der Provinz indie Hauptstadt gekommenen Bedien-ten gebildet zu seyn scheinet, diesemgemäß noch nicht in vornehmen oderreichen Häusern dient, und übrigensNoch scuren gallicischen Dialect hat.— Drillens haben viele Stücke ihreeigenen Prologen. (foas) welche sehroft ganz eigentliche Vorspiele sind,d. h. aus Gesprächen zwischen meh«rern, und öfters, allegorischen Per-sonen bestehen. Sie enthalten das,was man gewöhnlich die Exposition,oder Ankündigung, wie es H. Sul-jer übersetzt hat, nennt; oder schei-nen doch, ursprünglich hiezu vorzüg-«ch bestimmt'gewesen zu seyn; .undda nun hiedurch alle Erzählung in

den Stücken vermieden wird, unddiese also gleich mit der Handlunganfangen können: so laßt sich ihrerEinführung kcinesweges aller Werthabsprechen. Indessen sind sie dochsehr aus der Mode gekommen; undauch wohl nicht minier, auf die ebenangezeigte Art, mit dem folgendenStücke, verbunden gewesen. — Fer-ner wird es gewöhnlich, als eine Be-sonderheit der spanische» Bühne an-gesehen, daß sie sehr viele Stückevon zwey, drey und mchrcrn Ver-fassern hat. Aber nicht blos hier,sondern auch in Frankreich und Eng-land haben öfters mehrere an einemStücke gearbeitet; und das einzige,was vielleicht den Spaniern hierinbesonders zukommt» ist, daß es Stück«giebt, ). V. EI Rey Alfonso el sex-to , und la donquista de Toledo,welche das Werk von acht, und andre,als Arauco domado, welche dasWerk von neun Dichtern zugleich ist.— Was die Eigenthümlichkeiten desächten spanische» Theaters anbetrift rso weiß ich solche nicht besser, als mitG. E. Lessings Worten (Dramat.X. EXVlll.) zu bezeichnen: „Eineganz eigene Fabel, eine sehr sinnrei-che Verwickelung, sehr viele, undsonderbare und immer neue Theater-streiche,: die ausgespartesten Situa-tionen; meistens sehr wohl angelegteund bis ans Ende erhaltene Cha-rackere, nicht selten viel Würde undStarke im Ausdruck." Freylich mußich aber auch noch mit ihm hinzusetzen, daß dadurch sehr viele spani-sche Stücke, zum Theil romanhaft,abentheurlich, unnatürlich gewor-den, und daß Uebertreibungen allerArt auf dem spanischen Theater nichtselten sind. Nicht das, nach Maß-gabe der Umstände, und der Anlagedes Stückes, wahrscheinliche, nichteinmahl iimner das mögliche, son-dern nur, was durch Ucberraschungvergnüge», was ein eigentlichesSchauspiel bilden kann, scheint

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