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gesungenen Lieder, eine Art vonSchauspiel gebildet haben müssen,(®. die, bey dem Art. Dichtkunstangeführten Origines des Jeux Flo-reaux, Toni. 1639. 4. und mehrereder daselbst angeführten, don denTroubadours handelnden Schriften)und ob gleich die neueste» Geschicht-schreiber der französischen Bühne,als die Vers. der llist. universelledes Théâtres, und der Essais histor.fur l'art dramatique en France, sienoch immerfort unter den dramati-schen Schriftstellern aufführen. Aber,.unter den Schriften ihrer nördlichenMitbrüder, der Trouveres, hat LeGrand ein, wahrscheinlicher Weise,iin izten Jahrhundert abgefaßtesStück gefunden, welches den TitelJeu du Berger et de la Bergereführt, und unstreitig hieher gehört.(®. Fabl. ou Contes du XII. etXIII. siècle, Bd. j. S- 348 U. f.)Auch scheinen einige andre, eben da-selbst angezeigte Stücke, als Le Jeudu Pelerin, Le Mariage, und LesCroisades zur Vorstellung bestimmt,oder Dramen gewesen zu seyn. In-dessen konnte es, natürlicher Weise,nicht ehe eigentlich dramatische Stückegeben, als bis sich Menschen zu ih-rer Vorstellung zusammen gethanhatten ; und dieses konnte nicht wohlehe erfolgen, als bis irgend eineandre Veranlassung dazu vorhandenwar, unter welchen, wie bereitsbe-merkt worden ist, die von religiösenFesten, die natürlichste seyn mußte.Diesem geinäß finden wir in Frank-reich, bald nach der Errichtung dervorher gedachten Gesellschaften, ver-schiedene, der Geistesbildung desZeitalters angemessene Arten vonweltlichen Dramen, welche «nfäng-üch mit jenen religiösen und morali-schen Dramen zugleich gespielt wur-den, fbid)t aber sehr balde von derDehne verdrängten. Die eclhvtiderstlben waren die so genanntenckaccen, Stücke in einem Act, und
von wenigen Personen. Die Zeit ih-rer Entstehung ist bis jetzt noch nichtausgemacht. Gewöhnlich wird dieErfindung derselben den Mitgliederndcr'Lazoche zugeschrieben, und würdealso in den Ausgang des igle» oderin den Anfang des r;te»Jahrh, fal-len ; aber Le Grand glaubt, in demvorher gedachten, vermeintlich imr zten Jahrhundert geschriebenen Jeudu Pelerin (a. «.£>. S. 357 und 358)schon eine Farce, oder doch die An-lage dazp zu finden; und die Dcrf.der Encyclopedie (Art. Parade) be-haupten, daß in der, umsI. >312vollendeten Fortsetzung des Romande la Rose die berühmteste dieserFarcen, der Advokat Patelin, bereitsangeführt ist, und daß wohl garWill). Loris (1260) der Verfasser der-selben seyn könne. Indessen wirdeben dieses Stück von andern wiederandern, und zum Theil viel späternSchriftstellern, als dem Pierre Blan-chet (f 1519), dem Franc. Corbeuil,n. a. m. beygelegt; und wahrschein-licher Weise liegt derselben eine alteErzählung (fabliau) zum Grunde,auf welche in der Fortsetzung desRoman de la Rose angespielt wird,und die irgend einer der vorher ge-nannten Dichter in dramatische Formbrachte. Doch, dem sey, wie ihmwolle; genug, höchstens erst mitAusgang des vierzehnten Jahrhun-dertcs kchinen Stücke dieser Art re-gelmäßig auf der Bühne erschienenseyn, weil es nickst ehe, gleichsamstehende Schauspielgcsellschaften gab;und, von diesem Zeitpunkte an, wur-den auch sehr viele geschrieben undgespielt. Es scheint deren von ver-schiedener Gattung gegeben zu ha-ben ; wenigstens spricht La Porte, inseinem Werk von den Beywörtern,von Farce joyeuse, histrionique,fabuleuse, enfarinée, morale, ré-créative, facétieuse, badine, fran-çoise, nouvelle. Der Zweck allerwar, die herrschenden Laster undU 3 Thor-