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Erster Band. A - G.
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Thorheiten lächerlich zumachen; unddieser Zweck soll in vielen glücklicherreicht worden, aber sie selbst, zu-gleich. sehr balde in plumpe und per-sönliche Satire ausgeartet, und mitschmutzigen Zweydeutigkeiten ange-füllt gewesen seyn. Nur sehr wenige 'sind von den, wie es heißt, erschie-nenen vielen übrig; und von diesenist der angeführte Patelin die merk-würdigste und bekannteste. Sie istverschiedene Mahl» als star. 1474.1490. 4. 172;. 8- und öfterer einzelngedruckt, und so gar in das Lateini-sche (aber vermehrt mit einer Person,wie sie in den frühern Stücken ge.brauchlich waren, welche die Zu-schauer auf die schönsten Stellen auf-rncrksam macht) IV. 1513.12. über-setzt, so wie vom Brueys und Pa-laprat, im I. 1720 umgearbeitetwieder auf die Düluie gebracht wor-den» auf Welcher sie noch^sich erhalt.Ob sie, ursprünglich, wie Flöge!(Gesch. der kom. Litter. Bd. IV. S.351) will, in Prosa abgefaßt gewe-sen» u. d. m. beruht auf bloßenMuthmaßungen, und ist nicht wahr-scheinlich, weil, wenigstens nach denübrig gebliebenen Stücken dieser Artzu urtheilen, keine andre, als vcrsi-sicirte, gespielt wurden. Uebrigcnswerden, in verschiedenen derselben,noch moralische Wesen, als l. ire undFaire, Peu, Moins, Trop tttiD Prou,Rond UNd Quarré, u. d. m. aufge-führt; und in andern haben die Per-sonen noch nicht besondre Nahmen,sondern heißen blos, Mari, Femme,Neveu, Fille, Vieillard, u. s. w.wodurch denn, meines Bedünkens,-er damahlige Zustand des französi-schen Theater-.' und der herrschendeBegriff vom Drama» in einHelles L'cht gesetzt wird. Auch führteine derselbe» schon den Titel Komö--ie (slomedie des deux Filles et desdeux mariées) , deren Verfasser diebekannte Margaret de Valois.Echtester Franz des ersten, seyn soll.

Mehrere Nachrichten von ihnen fttt»den sich, unter andern» in der Hui.du Theatre franç. B. 2. S. 13011. f.B. Z. G. 163 u. f. — in C. F. Flö-gels Gesch. der kom. Litt. Bd. IV.S. 249 (aber etwas mangelhastund

und unordentlich).-Eine zweyte

Gattung komischer Dramen aus die-sem Zeitpunkt,' sind die Sottes, oderSottsen. Ihre Entstehung fallt un-ter die Regierung Carls des sechsten(f 1422) und also in denAnfangdeSfünfzehnten Jahrhundertes; und ihreBenennung so wie ihrDaseyn schreibtsich von einer Gesellschaft jungerLeute her, welche, in diesem Zeit-punkte, unter dem Nahmen derEnfans fans souey sich vereinte»,und deren Vorsteher Prince desSots oder _Roi des Sots , undzwar, wahrscheinlicher Weise, des-wegen so hieß, weil er auf die Thor-heiten des menschlichen Geschlechtessein Reich gründen wollte. Sie schrie-ben nicht allein, sondern spielten dieseStücke auch selbst, welche, ihrerBeschaffenheit nach, in sofcrnAehn-lichkcit mit den Moralitäten hatten,als die darin auftretenden Personenblos allegorische Wesen, wie, z. B>le Monde, Abus, Sot dissolu, Sotglorieux, Sot corrompu, Sot trom-peur, Sot ignorant, Sotte folle,Sotte commune, Sotte occasion,Sotte Fiance, ober Benefíce grant,benefice petit, Vouloir extraordi-naire, Seigneur de Joye, Seigneurdu plat dVgent, Abbé de piattebourse, u. d. m. waren. Aber fitwichen darin gänzlich von ihnen ab,daß sie nicht, wie die Moralitäten,gleichsam Moral lehren, sondernGe«brechen und Laster züchtigen wollten;und, nach d n übrig gebliebene» zuurtheilen, veischomen sie weder dirGeistlichen, noch den König selbst-wenigstens nicht Ludwig den zwölf-ten, der das, warum er vielleichtLob verdient hatte, seine Sparsam-keit, sich öffentlich von ihnen mußte

vor-