Band 
Erster Band. A - G.
Seite
391
JPEG-Download
 

D í ch

fitratta, secondo l’optnione d’Ari-stotele, délia Tragedia, del Poemaeroico, e délia Comedia, Pad. J Ç88-4. Das erstere Werk ist ciye Art vonGeschichte der, auf dem Titel dessel-ben, angeführten Dichtungsarten;und das zweyte eine Theorie dersel-ben. In der Einleitung des letzter»behauptet der Verf. daß Aristotelesin s. Poetik nur deswegen von derTragödie, der Komödie und demHeldengedicht allein gehandelt habe,weil nur diese ihre Regeln und Grund-sätze aus der Moral und Politik, zumBesten des gemeinen Wesens, schöp-fen. und daß folglich die übrigenDichtungsarten nicht unter den Be-griff von Kunst überhaupt fallenkönnten, in so fern diese nämlich,um seine Worte zu gebrauchen,Nichts ist, als ein habita fattivoconragion vera ad utilità universale ditutta la Città. Das Werk selbst istm z Bücher abgetheilt» in welchender Verf. von den genannten Dich-tnngsarten, und zwar nach den Thei-len ihrer Qualität und ihrer Quan-tität handelt. Die Poesie überhaupterklärt er als Nachahmung di quat-cke attion hurnana, maravigliola,compita e convenevolmente gran-de, ò representando, ò narrandocon parlar in verso , per purgar di-lettando qualche aft’etto, ò per in-trodur virtù negli anitni de' spet-tatori e degli auditori a benesicioeomune di alcuna ben ordinataRepublica. Daß Behauptungenbiestr Art alle lyrische und alle Hir.tendichter, von welchen Italien wim-ldelt, gegen den Verfasser aufbrin-gen mußten, versteht sich von selbst.<r sprach ihnen dadurch allen An-spruch auf den Titel eigentlicher Dich-ter ab; und vielleicht ist dadurch derunterschied, welchen die Italiener,bon Anfang an, und noch jetzt, zwi-schen Rime (worunter sie imnier nurMische und Hirtengedichte » so wie^pl-rammr und d. verstehen) und

D i ch $9*

Poemi (worunter sie , vorzugsweise,erzählcndeGedichte allerArt begreifen)vorzüglich bestätigt worden. Beson-ders aber veranlaßten die, von demVerf. in dem erstens Werke, gefäll-ten Urtheile über die Tragikomödie,und den Pastor fido des Guarini,welche damahls so viel Verehrer hat-ten, mehrere Streitschriften, als r)Verrato, ovvero difesa di quantaha scritto M. Gias. di Nores contraleTragic.ele Pastorali.. Ferr.isgg.4. von Guarini. Gespräche zwischeneinem, damahls berühmten Schau-spieler, Verrato, und Nores. 2) Die-ser antwortete darauf mit einerApo-logia, Pad. 1590.4. worauf 3)11Verrato II. . . . Fir. 1593. 4. er-schien ; und aus dem ersten und letz-ter» ist, 4) ein Cotnpendio dellaPoesia tragicomica, Ven. 1601. 4.1630. 4. gezogen worden ) — Giul.Les Lortese ( Awsrtirnenti neUpoetare, Nap. 1591. g.) — 5 au-siino Summe (Discorsi poetici ne'quaJi si discorrono le piü principal!quistioni di Poesia, e si dichiarononmlti luoghi duhbj e difficiü intor-no all’arte del poetare. secondo lamente di Aristotele, di Platane, edi altri buoni autori, Pad. 1600.4.)— Giov Bern. Brandi (Beys- Ge-dichte Del Rosario di Maria Vergine,R. >60,. 8- findet sich ein Tractatodel Arte poetica.) — Ben. Liorettiunter dem Nahmen Udeno Nisiel/(Proginnasmi poetici, Fir. 1620-l 639.4. 5 Bde. und Aggiunzioni ,..Fir. 1660. 4. Zusammen, Fir. »69;.4. 5 Bde. Der erste B. enthält 40,der zweyte zg, der dritte 164, dervierte 107, und der fünfte 61 Ab-schnitte; aber sie folgen ohne Ver-bindung» z. B. Comparazione, Iro-nia, Sentenza, Prosopopea, Apo-fiopefi, Motti, und Coro, e alcunetue più notabili circostanze, oderOrtografia und Affett» lodato nell’opere auf einander. Der Verf. hakdas. was ihm bey dem Lesen derBb 4 zne-