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und die Dinge mit den Augen derNeuern ansehen sollen; anderer Seikswollte man nicht die Art, wie Ho-mer die Dinge behandelt, sonderndiese Dinge selbst zu Mustern derDortrcflichkeit machen. Jenem Ge-dichte folgten die Paralleles des Ane.et Modernes, Par. 1692 u. f. 12.4 Th. nachher noch verschiedentlichgedruckt. Es ist dem Perrault darinzweifelhaft, ob jemals ein Homergelebt; und seine Personen sollen nie,weder ihrem Character, noch der ge-sunden Vernunft und der (französi-schen) Anständigkeit gemäß, spre-chen ; seine Bilder sollen niedrig undlächerlich, seine Gedanken falsch,seine Gleichnisse unausstehlich lang,seine Erzählung unausstehlich weit-schweifig seyn, u. d. 111. z. B- wennHomer II. y. 146 sagt, daß dasBlutaus der Wunde des Menelaus vonden Schenkeln bis zu den Knöchelnherabgefloffen sey: so sage er gleicheinem Zerglicderer, daß die Knöchelam Fuße unterhalb der Wade find,u. d. m.) — Lettre de Mr. (PierreDan. ) Huet à Mr. Perrault, vomJahr 1692. in dem itcn Ld. seinerDissertât. . . . Par. 1712.12. (allg.Vertheil), des Homer.) — Reflex,crit. fur quelques passages du Rhé-teur Longin von Nie. Boilcau, beyseiner Uebersetzung des Longin, Par.1694. 12. (vorzüglich die zte u. f.dieser reflex. find gegen Perrault ge-richtet; aber diejenigen Stellen ab-gerechnet, in welchen Boileau dieUnbekanntschaft des P. mit der grie-chischen Sprache, und die Ungereimt-heiten zeigt, worin er dadurch ge-fallen, höchst mittelmäßig. Gegendas, was P. über die Sitten im Ho-mer, z. B. sagt, weiß er nichts des-sers (reflex. IX.) vorzubringen, alseine Tirade gegen den neuen Luxus,mit dem Zusätze, daß fich gar vielesdarüber sagen ließe. Daß geradejene Einfalt, jene Natürlichkeit derSitten, weiche Homer schilderte,
und zu schildern hatte, der Poesieäußerst günstig sind; daß der Zustandder Sitten nur in so fern in der Poe-sie in Erwägung kommt, alscrnichtgeradezu unsittlich, und dem, wasPoesie ist, und will, und kann, undkeinem andern Dinge in der Welt,mehr oder weniger vortheilhaft ist rdavon kein Wort!) — Dissertât, fürquelques endroits d’Homere, vonFrcs. Reg. Desmarais vor seinerTraduction du 1 Livre de Plliadeen vers franç. Par. 1700.8- (Außereiner allgemeinen, kahlen Vetthcidi-gung, eine Prüfung der von P. ausden Werken des Homers gezogenenund übersetzten Stellen.) - DieserStreit über Homer veranlaßte dieUebersctzung der Iliade durch Md.Datier, Par. 1711. 12. gB. und dieVorrede dieser Uebersetzung einenzweyten Streit. Die Verfasserinwollte den Homer von einer bessernSeite, als ihn die Franzosen sonstaus Uebersetzungcn kannten, bekanntmachen, und empfahl ihn zu geflis-sentlich auf Kosten des herrschendenGeschmackes der Nation. — Dis-cours fur Homere, von Ares. Hou-dard de la Motte, vor seiner ver-kürzten, verstümmelten Iliade, Par.1714. 8- und im 2ten B. seiner Wer-ke, Par. >754. ,2. (Das Wahr,schcinliche im Homer soll nicht über-raschend genug, sondern zu sehr vor-bereitet, das Wunderbare zu über-raschend und zu wenig vorbereitet,der Episoden zu viel und zu lang-weilig, die Götter und lHelden desHomer lasterhafte Geschöpfe und diemehrcsten der letzter» nicht selbststän-dig, die Reden iin Gefechte unnützeAuswüchse, die Erzählung langwei-lig und unedel, das Schild desAchilles ein Meisterstück der Verwir-rung, und des lächerlichen Wunder-baren seyn. Uebrigens mit Mäßig-keit und Feinheit abgefaßt.) Descauses de la corruption du goûtpar Mad, Dacier, Par» 1714 12.
(heftige