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Erster Band.
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Geographie und Statistik der Seidenkultur. Deutschland .

1866/68 1732880 kg Kokons

1872/74 1841830

1875 994120

1878 1576680

1881 2124000

1886 2840000

1888 3873000

'

grün

gelb

Total

1889

1261000

2075000

3336000

kg

1891

950000

2449000

3399000

1893

1250000

1723000

2973000

11

1894

1130000

2102000

3232000

1>

t Einteilung nach Provinzen war

folgende (1893):

Süd-Tirol . . .

1250000

400000

1650000 kg

Friaul ....

375000

375000

11

Istrien , Dalmatien

75000

75000

11

Ungarn , Kroatien

873000

873000

11

Im ganzen

1250000

1723000

2973000

kg

Nack Galenius berichtet Cornalia, dass, der erste Maulbeerbaum inMittel-Europa durch den Pfalzgrafen Hermann im Garten der Abtei Brauweiler , gelegentlich der Vermählung desselben mit Mathilde, Schwesterdes Kaisers Otto III. , im Jahre 988 gepflanzt worden ist. Eingeführtwurde die Seidenkultur aber erst im XV.XVI. Jahrh. Weiter oben habenwir die Schicksale der deutschen Seidenkultur ausführlicher behandelt und.dabei gesehen, dass während der Freiheitskriege zu Anfang unseres Jahr-hunderts das Werk Friedrichs des Grossen gänzlich vernichtet wurde. DieRegierung hob die Gesetze, welche es begünstigten, auf, und die Bauern rissendie Maulbeerbäume aus. Aber seit 1820 werden durch einen Zeitraum vonmehr als vierzig Jahren die lebhaftesten Anstrengungen gemacht, die zumTeil auch von Erfolg begleitet waren. Die Ernte von 8090000 kg Kokons,in den Jahren 17741784) gesammelt, ist jedoch seitdem nicht wieder er-reicht worden. Man zählte in Preussen i. J. 1840 nahe an 500 Seiden-züchtereien; 1844 in der Berliner Ausstellung hatten 24 deutsche Seiden-züchter sehr gute Qualitäten Kokons und Rohseide ausgestellt. Im Jaln' e1855 belief sich die Produktion in:

Brandenburg auf 21900 Metzen Kokons

Posen 1682

Sachsen 1483 ,,

Schlesien 1471

*) May et, Des manuiäctures de soie et du murier, 1810.