Vierter Abschnitt
Die Gewinnung der Rohseide und Zubereitung der Gespinste.Das Konditionieren und Titrieren.
Es mag nunmehr das Rohmaterial der Seidenindustrie, der Kokon, einernäheren Betrachtung unterzogen und vor allem dessen Strukturverhältnisseerörtert werden, weil dies zum Verständnis seiner weiteren Verarbeitungnotwendig ist.
Die Seidenraupe spinnt den Kokon (vom griechischen xox'/icv = Knäuel)in der Weise, dass sie den Seidenfaden durch regelmässiges Hin- und Her-
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Flg. 184, Fadenbündel des Kokonnetzes. Fig. 185. Seidenfaser ln der Mittelschicht des
Kokons (a Seide, b Bast, c Kreuzungsstellen).
bewegen des Kopfes in Form 8 förmiger Windungen anlegt und die letzterenin der Zahl von 15—20 miteinander zu einem flachen Bündel (paquet) ver-webt, das 4—5 mm gross ist. Durch eine kleineVeränderung ihrer Lage spinntsie ein zweites Bündel in unmittelbarer Nähe des ersteren oder am entgegen-