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Erster Band.
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Geographie und Statistik der Seidenkultur. China .

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weissen Kokons stammen aus Lung-kiang und Lung-tschan. Grösstenteils ( 2 / s )sind es mehrerntige Rassen, dielun-yu'i genannt werden. Diese zerteilensich in Taysam und Lundscheut; die erste Generation der Taysamkokonswird nur selten verhaspelt, sondern sofort zur weiteren Aufzucht verwendet.Dasselbe geschieht mit Lundscheut, nur dass sich hier die Procedur sechsmalwiederholt, ehe die Ernte für die Seidengewinnung bestimmt wird.

Die ursprüngliche Form der chinesischen Maulheerraupe scheint in derProvinz Tsche-kiang ihre Heimat gehabt zu haben, wo dieselbe noch heut-zutage in wildem Zustande lebt und Tien-seng-tsan (Wurm des Himmels)genannt wird. Die betreffende Seidenraupe ist kleiner, als B. mori undliefert zweimal jährlich graue Kokons, welche Tien-shin-sse (natürlicheSeide) geben. Nach der Ansicht von Moore erzeugt der ursprünglicheMaulbeerwurm im allgemeinen keine weisse, sondern eine naturfarbene Seiden-faser; die weisse Farbe, welche erst durch geeignete Zucht erzielt wird,dürfte als Abschwächungsmerkmal der Rasse betrachtet werden.

Fast jeder seidenerzeugende Bezirk kann seine eigene Rasse aufweisen,so werden z. B. im WerkeTsa-hu-hing-shu nicht weniger als 13 Artendes Maulbeerwurmes unterschieden; in Tsche-kiang allein sind 4 Gattungenbekannt *). Es scheint, dass ausser dem B. mori im Norden Chinas in dervorgeschichtlichen Zeit noch eine Maulbeerraupe vorkam, die mehrerntigund verschieden von der gewöhnlichen war 2 ); dieselbe soll thatsächlich vonCastellani in Tschekiang vorgefunden worden sein, wo sie alsnize be-kannt ist und weisse oder grünliche Kokons liefert. Gegenwärtig werdenin China folgende wichtigere Abarten des B. mori unterschieden:

1. Peh-pi-tsan, eine zwei- oder dreierntige Art, die weisse Kokonsund gelbliche Seide liefert.

2. Hoang-kiao-tsan, mehrerntig, erzeugt gelbliche Seide und ist,nach der Ansicht von Moore, eine intermediäre Art zwischenB. mori und B. sinensis.

3. San-tsan, ergiebt weisse Kokons.

4. Lung-kiao-tsan und

5. Hoa-tsau.

Ausser diesen kommen hie und da noch einige von den bei den indi-schen Maulbeerraupen erwähnten Bombyxarten vor, sowie die den-selben nahestehenden Arten: Tien-tseng-tsan (Theopliila mandarina nachMoore) und Payen-tsan (B. mencius nach Rondot), welche zweierntigsind. Im alltäglichen Verkehr der Chinesen werden den Seidenrassen noch

) Moorhead, Report, Silk , 1881.

«) Hutton, On the reversion and restoration of the silkworm (Tbe Trans, of theEntom. Soc. of London III. 2).