Psychideenfaser. Muschelseide.
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lieh zu wenden wird. Die tropischen Zonen Afrikas, Amerikas und Ocea-niens besitzen eine ziemlich bedeutende Anzahl sehr grosser Spinnen, dieumfangreiche Gespinste erzeugen; dieselben könnten für die Florettspinnereiein vorzügliches Rohmaterial abgeben.
Schliesslich giebt es in Indien, China, Ceylon und Australien eine heimischeGattung der Psychideenraupen, welche zwar Seidenfasern, jedoch nicht inForm von Kokons erzeugen; da sie aber andererseits auch selten sind, sohaben sie keine industrielle Bedeutung. Diese Raupen vereinigen mehrere Äst-chen und Blätter zu einem kunstvoll gebauten, cyliudrischen Gehäuse, dessenInneres sie mit Seide ausfüttern. In dieser Scheide vollzieht sich dannihr Schlaf und die Umwandlung zum Schmetterling. In China z. B.liefert eine auf Salix pentandra lebende Species, die sogenannte „yang-shu-tsan“, eine 40 mm Länge bei 10 mm Durchmesser messende Scheide,die aus 8 bis 10 symmetrischen Ästchen gebildet ist und ca. 24 cgwiegt. Die Faserfeinheit beträgt 4 p.. Von den übrigen Species wären zuerwähnen ,,pai-shu-tsan“ auf „pai“, einer Art Weide und ,,trehun-shu-tsan“auf Cedrela sinensis.
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Die Muschelseide gewinnt man von der Steckmuschel, Pinna nobilis, dieim Mittelländischen Meere an den Küsten Korsikas, Siziliens , Süditaliens,
Fig. 183. Muschel und Faserbart der Pinna nobilis.
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Sardiniens, Dalmatiens, bei Smyrna und in der Normandie , verbreitetist. Diese meist zerbrechliche Muschelart ist auf der einen Seite langund schmal, auf der anderen sehr breit. Es giebt kleine, aber auch Mu-scheln von ungewöhnlicher Grösse; gewöhnlich messen sie 30 cm Längebei 10—15 cm Breite. Poli giebt in seinem Prachtwerke über die Tes-taceen Siziliens (Parma 1795) schöne Abbildungen verschiedener Species,insbesondere von Pinna nobilis. Das Mollusk besitzt die Fähigkeit festeFasern zu spinnen, jedoch nicht nach Art der Raupen, denen die Seide alsSchutz dienen soll, und die dieselbe nur während einer bestimmten Frist
Silbermaun, Die Seide. 22