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Erster Band.
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Der Seidenhaspel.

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Rohseidenfaden a wird durch eine Öffnung des Stäbchens c geführt, sodannkreuzen sich die beiden Fäden vor b, gehen durch das Glasauge am Ende

des Stabes g, kreuzen sich nochmals, gehen durch die Glasaugen h , dann

durch die Haken i einer hin- und hergehenden Stange und gelangen

schliesslich zum Haspel k. Die Stäbe <j und h sind an einer, einerseits an

das Gerüste des Haspels, andererseits an den Ständer des Beckens ange-schraubten Stange befestigt und mit Bolzen versehen, in welchen sie etwasdrehbar sind, damit sie der veränderlichen Spannung der beiden durch siegehenden Fäden nachgeben können. In der Nähe des Fadenführers h sind an derHauptstange zwei kleine verschiebbare Stangen angebracht, an deren Endensich in der Ebene des Fadens scheerenartig gegeneinander gekehrte Messerbefinden, die den Zweck haben, den Faden abzuschneiden, falls dieserinfolge ungleicher Spannung und Verstellung der Stäbe g und h eine falscheLage angenommen haben sollte. Die Achse des Haspels k ruht auf demGerüst, an ihr sitzt eine Riemenscheibe und ausserhalb derselben noch eineSchnurrolle, m ist der Riemen, der die Scheibe des Haspels mit der anderenverbindet. Dieser Riemen ist an und für sich locker gespannt, kann aberspäter durch eine am Hebel sitzende Rolle, dessen anderer Arm als Brems-haken sich auf die Haspelrolle legen kann, angezogen werden, pq ist derDrahtzug mit Tritt, um die Rolle nach Bedarf mehr oder weniger auf denRiemen m drücken zu lassen. Der vom Haspel k etwa 20 cm entfernteFadenführer oder Laufstock liegt zwischen der Stange h und dem Haspel.Die Fäden passieren die Haken i, die an der Fährungsstange sitzen, wäh-rend sich die letztere nach links und rechts bewegt, welche hin- und her-gehende Bewegung ihr vermittelst einer an der Achse w befestigten Kurbel-scheibe mitgeteilt wird.

Es ist wesentlich, dass die Seidenfäden auf dem Haspel nicht an der-selben Stelle oder dicht nebeneinander und nicht parallel, sondern unterspitzen Winkeln aufeinander gelegt werden, da in entgegengesetztem Falldie noch feuchten Rohseiden faden sich miteinander verkleben würden. Ausdiesem Grunde bemüht man sich, sie so trocken wie möglich auf denHaspel gelangen zu lassen, was durch gute Ventilierung und Hei-zung der Haspelräume erreicht wird; etwas Feuchtigkeit muss indessenvorhanden sein, da ein zu trockner Faden wenig elastisch und brüchigwird. Man bringt den Haspel zuweilen in einen durch wanne Luft oderDampfrohr geheizten Schrank, wodurch das Trocknen der Rohseidenfädenfast momentan stattfindet. Der Fadenführer hat einen Lauf von 67 cmund macht denselben in gleicher Zeit, wie der Haspel zwei Drittel seinerUmdrehung; unter diesen Umständen wird der Zweck einer Kreuzlegungder Fäden vollkommen erreicht und der Haspel müsste ca. 70000 Umdre-hungen machen, damit ein Faden ein und dieselbe Stelle hintereinander an-treffen könnte.

Der eigentliche Haspel hat die übliche Konstruktion einer sechseckigenLattentrommel und wird mit der Haud oder mechanisch betrieben, im