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Erster Band.
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Seidenhaspel von Camel.

Die europäischen Seidenarten, welche, was Schönheit, Feinheit undGlanz der Faser anbetrifft, ihresgleichen suchen, verhalten sich beimHaspeln insofern ungünstig, als dasselbe, um Risse zu vermeiden,mit grosser Vorsicht und Behutsamkeit vollzogen werden muss. Die rela-tiv geringe Geschwindigkeit des Haspels ist, weil sie den Abfall verringertund die Aufsicht, sowie Regulierung der Fadenstärke erleichtert, für die Er-zielung tadelloser Gespinste erforderlich, ergiebt aber naturgemäss im Ver-hältnis zur Zeit auch kleinere Ausbeute. Zahlreiche Versuche sind gemachtworden, um letztere zu vergrössern; das Haspeln nach dem italienischen System(ä la tavelette), das einer Arbeiterin gestattet drei, vier, sogar bis sechs Grege-

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Fig. 218. Seidenhaspel von Camel.

fäden zu führen, ist in dieser Hinsicht vorteilhaft, die Kreuzungsart desFadens jedoch auf diesen selbst nicht ohne Nachteile, so dass alle klassischenGespinste nach dem Chainbonsystem erzeugt werden, obwohl damit in derRegel nur zwei, selten vier Fäden gehaspelt werden können und die grössereHaspelgeschwindigkeit mehr Abfall verursacht. Das Problem, welches somitdarin bestand, unter Beibehaltung der Chambonkreuzung mehr als zwei odervier Fäden haspeln zu können, ist von Camel in der Weise gelöst worden,dass er mehrere, in der Regel sechs Gregefäden paarweise aus einem ge-meinsamen Becken auf nebeneinander gelagerte, aber sonst unabhängigeHaspel laufen lässt. Die Einrichtung besteht in folgendem. Die Faden-anleger sind gewöhnlich zu sechs auf einem gemeinsamen verschiebbarenStänder angebracht, um sie zur Bequemlichkeit der Hasplerin nach vornoder hinten verschieben zu können; ihre Geschwindigkeit beträgt 1800 Tou-ren pro Minute. Die Fadenführer (barbins) sind auf Metalldrähten (tring-