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Automatisches Haspeln.
werden soll, das Augenmerk auf einige interessante Verhältnisse, nämlichdie Spannungsausgleichung bei der selbstthätigen Regulierung der Faden-dicke, zu richten.
Die Fädchen der im Wasser des Beckens b umlaufenden Kokons awerden durch den Fadenführer c geleitet und alsdann über die Scheibendd' geführt. Von der Rolle d' ab wird der Faden auf dem Teil seinerLänge gedreht, welcher sich zwischen dem Fadenführer c und der Rolle dbefindet, wodurch die Kreuzung e gebildet wird; dann wird der Faden umeine Walze f in einer genügenden Anzahl von Windungen gelegt, um einVerschieben zu verhindern. Von der letzteren geht der Faden zu dem Haspel</, nachdem er zunächst eine Scheibe h, die an dem Ende eines bei j ver-bolzten Kontrollhebels i befestigt ist, passiert hat. Vermittelst der An-triebswelle k und des Riemens U' wird der Walze f und dem Haspel g einerotierende Bewegung erteilt, wobei die Dimensionen der beiden so gewähltwerden, dass die Umdrehungsgeschwindigkeit von g etwas grösser ausfällt,als die von f. Infolge dieser Differenz wird der Seidenfaden, wie bekamit,einer Ausdehnung unterworfen, die dem Unterschied proportional ist; dieAusdehnung bezw. Anspannung des Fadens findet auf dem Teil seinesWeges statt, der zwischen den Punkten f und g liegt. Diese Anspan-nung bildet bekanntlich den Grundgedanken für die Wirkung des früherbeschriebenen Seidenhaspels. Eine Feder m zieht denHebel i von rechts nach links, entgegengesetzt demWiderstande, der durch den angespannten Faden ent-steht und den Hebel von links nach rechts zu ziehensucht. Bei n sind je zwei Stücke eines elektrischenKontakts, von welchen das eine fest, das anderedagegen an dem beweglichen Kontrollhebel i befestigtist, angebracht. Das Resultat, welches durch Führung des gespanntenFadens über die Scheibe h erzielt wird, besteht bekanntlich darin, dieelektrischen Kontaktstücke n so lange, als der Faden seine normale Stärkebesitzt, getrennt zu halten und ein Berühren zuzulassen, um einenStromkreis zu schliessen und die Speisevorrichtungen, durch welche einfrischer Kokonfaden dem sich bildenden Rohseidenfaden hinzugefügt wird,in Bewegung zu setzen, sobald der Seidenfaden zu fein wird, d. i. wenn einesder Kokonfadchen a bricht oder abläuft, oder wenn aus irgend einem an-deren Grunde die Dicke des Gregefadens abnimmt. In diesem Fallekann der letztere der Feder m nicht länger genügenden Widerstandentgegensetzen, um den Hebel in der mit vollen Linien gezeichneten Stellungund folglich die Kontakte n getrennt zu halten. Die Feder m wird imGegenteil den Widerstand des schwach gewordenen Fadens überwinden, denHebel i nach links in die mit punktierten Linien gezeichnete Stellung ziehen,bis die Kontaktstücke n sich treffen. Sobald dies erfolgt, ist ein elektri-scher Stromkreis geschlossen, wodurch unmittelbar (mittelst Antriebvorrich-tungen, die hier, da schon früher beschrieben, nicht aufgezeichnet sind) ein
Fig. 234. AutomatischerSeidenhaspel.(Friktionsrolle).