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Tonkiu.
1200000
Nieder-Kotschiuchina . .
60000
Annam.
35000
20000
Birmah.
15000
6000
Siam.
2000
1338000 kg Grege.
Ein Zehntel dieser Produktion wird nach China und Indien , und nochweniger nach Frankreich und Eugland exportiert.
Wie im ersten Abschnitt ausführlicher erörtert worden ist, dürfte dieGewinnung der Rohseide in Japan in den Beginn des II. Jahrh. n. Chr.fallen. Diese Industrie genoss von jeher die Unterstützung der Regierungund ergab eine zwar nicht sehr ausgedehnte, aber regelmässige Beschäftigung.Im J. 905 hat Mikado Daigo die Provinzen in 48 Distrikte eingeteilt, wovonjede eine besondere Qualität Seide erzeugte. Kurze Zeit darauf haben diepolitischen Ereignisse des Bürgerkrieges Tenkei diese Industrie lahm gelegtund erst unter Tokugawa, seit 1615, wurde eine Wiederbelebung bemerkbar,welche jedoch bald wieder dadurch entkräftet wurde, dass die Regierungjeder Entwickelung von Luxus abhold war und lediglich der Baumwoll-kultur Beachtung schenkte. Unter Tempo ist die Vorliebe für die Ein-fachheit derart gestiegen, dass es dem Volke untersagt war, ausser an be-sonderen Festtagen, Seidenkleider zu tragen. Unter solchen Umständen fieldie Seide einer beträchtlichen Entwertung anheim. Diese Dekadenzperiodedauerte bis zur Zeit der Eröffnung der Häfen für den fremdländischen Ver-kehr, zuerst von Nagasaki (1853) für Chinesen und Holländer, und dann vonYokohama im J. 1860. Von diesem Zeitpunkt an hat nicht nur die Produktions-menge in ungeahnter Weise Aufschwung genommen, sondern auch dieHaspelmethoden sind den modernen europäischen angepasst worden. Sowohldie Fürsorge der Regierung für Industrie und Handel, wie die Unterneh-mungslust einzelner Industrieller und die Anknüpfung direkter Verbindungenmit Amerika, hat der Seidengewinnung Japans einen grossartigen Mafsstabverliehen. Die japanische Produktion erreichte nach Schätzungen Baviersim J. 1872 1840000 kg, nach Rondot im J. 1880 2100000 kg, nach derjapanischen Regierung 2250000 bezw. 2300000 kg.
Bereits früher (S. 263) ist erwähnt worden, dass die Seidenproduktionin Japan bis zur Mitte des XIX. Jahrh. sich auf einer nur bescheidenenStufe befand, so dass die Seide einer der hauptsächlichsten Importartikelwar. Ursprünglich wurde der Handel von den Chinesen und Koreanern be-trieben, seit der Mitte des XVI. Jahrh. fiel der Hauptanteil den Portugiesenzu, etwas später den Spaniern und im XVII. Jahrh. den Holländern. Dieimportierte Rohseide stammte aus China, Tonkin, Bengal, Siam, Persien undKotschinchina . Die Holländer scheinen aber in der ersten Zeit nicht die