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Erster Band.
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Grtegeproduktion. Japan .

Steigerung ein: bereits 1637 schwankten die Preise von 22,8—36,2 Sm. prokg. Im J. 1690 kostete ein Ballen (= 141 s / 4 Catties oder 85,2 kg) imEinkauf in China 400 Taels, d. i. 31,7 Sm. pro kg und wurde zu 850 Taels(a 6,20 Sm. oder 61,8 Sm. pro kg) in Japan abgesetzt. Durch die Ab-schliessung des Landes (1640) wurde eine künstliche Steigerung des Silber-wertes herbeigeführt. Da die Abrechnungen in Nagasaki in Gold statt-zufinden pflegten, so hätten die Holländer — so lange in Japan das Wert-verhältnis von Gold zu Silber wie 1 :8 bestand, während es imAuslande 1 : 15 betrug — für denselben Preis von Silbertaels, fast dasdoppelte Quantum Seide liefern können. Um die für den ausländischenImporteur günstige Währungsdifferenz auszugleichen, hat die japanischeRegierung zu verschiedenen Mafsnahmen gegriffen, auf die hier nicht weitereingegangeu werden kann und welche bewirkt haben, dass die Steigerungdes Silberwertes wie eine Art Finanziell zur Geltung kam. Als sich dieBetriebsergebnisse im XVIII. Jahrh. für die Niederländer immer un-günstiger gestalteten und 1755 sich ein direkter Verlust von 10000 Gul-den ergab, drangen dieselben wiederholt und mit schliesslichem Erfolg aufBeseitigung der Verpflichtung, einen gewissen Teil des Umsatzes in Rohseidezu liefern. Zu Beginn des XVIII. Jahrh. trat auch noch eine Kurs-verschlechterung ein, wodurch die Verluste noch grösser wurden. Nach derErschliessung Japans (1854) für den freien wirtschaftlichen Verkehr hätte maneinen gewaltigen Import der chinesischen Rohseide und ihren Preissturz aufdem japanischen Markte erwarten sollen. Es trat jedoch das Gegenteil ein.Infolge der plötzlichen Silberentwertung haben die wirtschaftlichen Verhält-nisse Japans eine durchgreifende Änderung erfahren; die künstliche Steige-rung des Silberkurses hat die Produktionskosten im Lande in ausserordent-lichem Mafse verteuert, mit dem Eintritt des freien Handelsverkehrs undder Ausgleichung des Silberwertes mit dem der übrigen Welt, trat Japan als mächtiger Konkurrent auf dem Weltmärkte auf. Belief sich bisher derPreis eines Quantums Seide im Werte von 10 Pfund Silber auf 1 PfundGold, so wurde jetzt dafür nur */ 2 Pfund Gold bezahlt, wodurch die Seidedem Auslande gegenüber um 50% verbilligt wurde. Die Seidenraupen-seuchen in Europa, und der gesteigerte Bedarf daselbst von Graine undRohseide, haben ebenfalls in sehr wesentlichem Mafse dazu beigetragen,einen grossen Teil der japanischen Bevölkerung diesen Erwerbszweigen zu-zuführen. Eine Folge aller dieser Umstände war ein stetig wachsenderExport der Rohseide, der um das Jahr 1885 bereits einen Wert von 52 Mill.Mark erreicht hat. Während diese wirtschaftliche Umwälzung zum grossenTeil durch Aufhebung des Silberzwaugskurses herbeigeführt worden ist, hatdie Silberentwertung seit den siebziger Jahren keinen entscheidenden Ein-fluss ausgeübt, und nur das gewöhnliche Resultat gehabt, wie dies in denLändern mit Silberwährung im allgemeinen zutrifft, auf den Export be-lebend einzuwirken. Der Exportpreis der Rohseide in Gold wird durch denWeltmarktpreis beeinflusst, während die Produktionskosten in Silber stets