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Erster Band.
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Dubliermaschinen.

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still gestellt, wenn einer der dazu gehörigen Fäden zerriss. Auf dem zubeiden Seiten der Maschine befestigten Hebelbrett war für jede Spule einekleine Stütze befestigt, welche für drei Falldrähte und den zweiarmigenHebel die festen Drehpunkte enthielt. Jene reichten mit ihren haken-förmigen Enden bis zur Mitte der beiden erwähnten Stangen und wurdenvon den hindurchgelegten Seidenfäden in horizontaler Lage schwebend er-halten. Der eine Arm des zweiarmigen Hebels war rechtwinklig umgebogen,der andere aber gerade und etwas schwerer, weshalb er im freien Zu-stande in horizontaler Lage auf einer an der inneren Seite des Hebelbrettsbefestigten Stange ruhte. Wenn daher einer der einfachen Fäden riss, sofiel der dadurch schwebend gehaltene Falldraht auf den leichteren Arm deszweiarmigen Hebels, drückte diesen herab, folglich den andern Arm in dieHöhe, sodass sich ^dessen Ende dann gegen einen der Zähne des Sperrradesstemmte, wodurch die Spule iu Stillstaud kam. Der hierdurch aufmerksam ge-machte Arbeiter suchte zunächst die Enden des zerrissenen Fadens, drehtediese zusammen und setzte die Spule, nachdem er den betreffenden Fall-draht aufgehangen und dadurch den Hebel in die horizontale Lage zurück-gebracht hatte, die Spule wieder in Bewegung. Die Maschine erforderte zuihrer Aufstellung einen Raum von 1,2 m Breite und von 6—7 m Länge, diejedoch von der Spulenauzahl abhing, deren Entfernung von Mitte zu Mitteetwa 15 cm betrug.

Die gegenwärtig gebauten, gewöhnlich zweiseitigen Dubliermaschinen(Fachtmaschine, machine ä doubler, doubling frame), haben folgende Kon-struktion. Der sich von den ablautenden Bobinen (gewöhnlich vier) auf einedurch Friktiousrolle angetriebene, auflaufende Spule windende Faden pas-siert eine Fadenführung, ferner eine für den Fadenbruch eingerichtete Ab-stellvorrichtung. Diese Maschine eignet sich besonders für feine Gregen.Für stärkeres Gespinst gleiten die Fäden, nachdem sie sich vereinigt haben,auf einer krummen Fläche und kommen dadurch in bessere Berüh-rung miteinander. Zwischen dieser Fläche und der Auflaufbobine sindgewöhnlich die Abstellvorrichtung und der Fadenführer eingeschaltet.Fig. 250 stellt eine Dubliermaschiue dar, die 20—30 Spindeln für vier-fache (auch sechsfache) Dublierung enthält. Beim Aufspulen macht derdublierte Faden eine leichte Drehung, die die einzelnen Fäden zusammen-hält, so dass beim Zwirnen die Spule sehr gut und ohne zu reissen ab-läuft; die entstandene Drehung hebt sich beim Ablaufen der Spule übrigensvollständig wieder auf. Jede Spindel wird durch Friktion angetrieben undkann nach Bedarf für sich allein zum Stillstand gebracht werden. BeimFadenbruch setzt die betreffende Spindel sofort selbstt.hätig aus. Die An-ordnung der Spindeln, welche in der Figur verdeckt ist, ist aus den Figuren251—252 ersichtlich. Zwecks Verminderung der Reibung des Zäpfchensmit dem Fühlerkonus ist eine in der Fig. 251 abgebildete Kugellagerungangebracht. Die Verbesserung des Läufers 'besteht in der Abänderung desKötzerbrettchens, das gewöhnlich aus einem Stück besteht, wodurch die

Silbermann, Die Seide. 29