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Erster Band.
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Zwirnmaschinen.

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Will mau den Zwirn eines Fadens,’! der eine Länge von 25 cm bat,untersuchen, so wird die bewegliche Klemmvorrichtung so gestellt, dass dieinnere Kaute der Hülse an dem Strich 25 des Lineales einsteht; durch An-ziehen der Stellschraube wird sie dann in ihrer Lage festgehalten. Hieraufwird der Streckeumesser aus seiner Hülse vorgeschoben und mit der Arre-tierungsschraube vorerst festgeklemmt. Nun wird der Faden bei a und beingespannt und die Schraube wieder gelockert, wodurch der Faden ange-spannt wird.

Die Untersuchung beginnt durch Drehen der Zählscheibe. Dem Apparatist eine Nadel mit Holzgriff beigegeben; diese wird bei b zwischen die sichlösenden Fäden geschoben und damit, während des Aufdrehens, dem sichlösenden Faden nachgefahren bis der Faden ganz zwirnfrei ist, resp. bis dieFäden auseinander gedreht sind. Hierdurch ist eine Drehung hervorgerufen,die an der Teilung am Streckenmesser in mm ersichtlich ist, während dieZwirntouren au der Zählscheibe abgelesen werden können.

Hat man z. B. für einen Faden von 25 cm Länge an der Zählscheibe186 und am Streckenmesser 5 mm abgelesen, so beträgt dies auf einen m4mal mehr oder 4 X 186 = 744 Drehungen pro m und 4x5 = 20 mmoder 2 °/ 0 Zwirnzuschlag.

Um das freiwillige Zusammendrehen oder Krengeln der Stränge bei derZwirnung zu verhüten, wird nach dem Mulinieren ein lauwarmes Wasser-bad gegeben. Noch häufiger ist eine in Italien als „brova“ bekannte Be-handlung im Gebrauch, die im Dämpfen des filierten oder gezwirntenStranges besteht, indem derselbe auf dem Haspel belassen wird; dasDämpfen dauert ca. 15—20 Minuten, wonach die Seide in einer Trocken-kammer kurze Zeit einer Hitze von 80—90° ausgesetzt wird. DiesesVerfahren soll in Bezug auf Glanz und Geschmeidigkeit viele Vorteilebieten, doch ist das Trocknen selbst nicht überall üblich. Der gedämpfteZwirn gelangt zum Schluss auf die weiter unten beschriebene Haspelmaschine,welche ihn in die Strangform überführt.

Die fortgeschrittene Muliniertechnik richtet hauptsächlich auf die Spindel-geschwindigkeit, d. i. die Leistungsfähigkeit der Maschine ihr Augenmerk. Na-mentlich in Amerika ist mau in dieser Richtung sehr weit gekommen. Vorzwanzig Jahren wurden hier die Spindeln, wie heute noch in den meistenZwirnereien Italiens mit 3000 Touren betrieben, alsdann kam man auf5—6000 Touren und nach der Erfindung der Gravityspindel, von welcheranlässlich der Florettspinnerei die Rede sein wird, auf 12—15000. Essind sogar Spindeln konstruiert worden, welche die fast unglaubliche Zahlvon 25000 Umdrehungen in der Minute zu machen vermögen. Eine derbesten Gravityspindeln ist die von Atwood. Die mit einem Wirtel ver-sehene Spindel steckt in einer beweglichen, jedoch nicht drehbaren Hülseund ruht auf einem losen Fusslager; die beiden werden von einer Spindel-büchse aufgenommen, die gleichzeitig eine Olkammer bildet und unter demWirtel durch eine Nuss abgeschlossen ist, damit kein Ol ausspritzt. Die