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Der Export belief sich dagegen auf (kg):
Grege . 1305 341 1598239 1201 100 1702300
Ouvrees . 93329 308 700 269 600 173400
Die Fabrikation der sogenannten Retorseseiden, welche in Paris, Calais ,Nimes, Lyon und Tours betrieben wird, hat bei der starken ausländischenKonkurrenz von ihrer früheren Bedeutung verloren. Es wurden ex-portiert (kg):
1878 1888
Näh-, Stick- und Spitzenseide 44584 7026
Andere Retorseseiden . . . 304581 182195
Die spanische Mulinierindustrie ist von geringer Bedeutung; einigeAnstalten in Sevilla, Granada und Cordova produzieren etwa 7—8000 kgOuvrees. Ehemals wurde die Verarbeitung der Grege, die grösstenteilsimportiert wurde, in viel grösserem Mafsstabe betrieben, wie die Export-zahlen beweisen. In den Jahren 1872/74 wurden 31331 kg und 1878/8240519 kg mulinierter Seiden jährlich ausgeführt 1 ).
Die Seidenzwirnerei der österreichischen Länder reicht in dasXVI. Jahrh. zurück, wo in Trient im Jahre 1534 die erste Seidenmühledurch einen Venetianer Savioli gegründet wurde. Man weiss nicht vielüber die weiteren Schicksale dieser Industrie bis ins XIX. Jahrh. ImJahre 1875 waren in Trient 89550, in der Grafschaft Görz 14740und in anderen Provinzen 6402 Spindeln, zusammen 110692 thätig,gegenüber 100000 Spindeln, über die Tirol im Jahre 1870 verfügte. DieProduktion ist indessen von 54390 kg auf 55400 kg gestiegen, worunter41800 kg Organsin. Im Jahre 1880 waren in Tirol nur noch 17 Anstal-ten (gegen 37 im J. 1870) mit 48302 Spindeln in Betrieb und erzeugten22440 kg Ouvrees. Der Verfall ist hauptsächlich auf die Entwickelung derZwirnerei in den benachbarten Ländern znrückzuführen.
Die ersten namhaften Anfänge des schweizerischen Muliniergewerbesfallen in das J. 1555, wo die flüchtigen Reformierten aus Locarno in Zürich Seidenmühlen von sehr einfacher Bauart errichtet haben. ZweiundeinhalbJahrhunderte blieb das Gewerbe nur eine Hausindustrie, entwickelte sich aberalsdann gut. Denn im J. 1685 berichtet ein Seidenhändler von Tours, de laCourt, der nach Zürich geflüchtet war, dass das Zwirnen hier so geschehe, dassman, „um alles zu sagen, die Seiden sehr gut zuzurichten weiss und nichtsbesseres fordern könne“. Im J. 1830 gründete ein Elsässer, Heitz, zuStafa eine grössere Seidenmühle. Allmählich wurden die Maschinen ver-bessert und namentlich zur Fabrikation der Cordonnets und Nähseiden ver-wendet. Erst später fing man an, Orgausin und Trame zu zwirnen,letztere seit 1860, als die asiatischen Seiden in Europa in grösserem Um-
') Estadi'atica general del comercio ...