Das Desintegrieren.
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bringt. Begreiflicherweise wird dabei ein iiusserst übler Geruch entwickelt,der später auch dem fertigen Produkt anhaftet. Das Faulen im Freienwird heutzutage nur ausnahmsweise angewendet, dagegen meistens in soge-nannten Macerationsgruben. Nachdem das Material mit einem Gemischvon Seife und Soda (2% Seife, 0,2°/ 0 Soda für hellere, 3% Seife und0,3°/ 0 Soda für dunklere Ware) durchtränkt worden ist, wird es in hölzerneLattenküsten B gebracht, welche 1,5—2 m lang und 2—2,5 m tief sind,demnach ca. 4—5 cbm (200 kg Ware) fassen, und in gemauerten Grubenvon einer bequem zu erwärmenden Flüssigkeit umgeben sind. 100 kg lang-faserige Ware benötigen ca. 1 m 8 Raum, minderwertigere und Kokons0,7 m 3 . Mau deckt mit Bohlen ab, schraubt letztere auf und bringt dieTemperatur mittels eines Schlangenrohrs auf 80°. Der Prozess dauert2%—9 Tage, gegen Ende desselben lässt man die Temperatur langsamauf 45—50° sinken. Strenge Aufsicht und häufige Probeentnahme sindfür das Gelingen der Operation unerlässlich, weil zu wenig gefaultesMaterial wenig Glanz und Elastizität besitzt und von strohartigen Faserndurchzogen ist, ilberfaultes (verbranntes) dagegen den guten Griff gänz-lich verloren, seine Festigkeit eingebüsst und wolliges, mattes Aussehen an-genommen hat. Bei geringerer Ware und Kokons wird das Macerations-wasser 1 %—2 Tage vor dem Waschen abgelassen und durch frisches, heissesSeifenwasser (1 1 / 2 °/ 0 Seife) ersetzt. Bei Kokons muss vor dem Ablassen desersteren die darauf schwimmende Fettschicht weggespült werden.
Folgende Zahlen zeigen die Mittelwerte der Macerationsausbeute:
Strusi I. Qualität. 73,40%
„ II. Qualität. 70,20 „
„ III. Qualität. 65,30 „
Kokons durchschnittlich in allen Qualitäten . 40,00 „
Das Material behält noch 7—8% seines natürlichen Gummis zurück,was mit dem Abkochungsverfahren, das es fast gänzlich (bis auf 2—3%)entbastet, nicht erreicht wird; ein unvollständig entlehntes Material eignetsich aber erfahrungsgemäss sehr gut zum Verspinnen, weil es bei der Ver-arbeitung auf den Metallkrätzen der Kämmmaschinen weniger Neigung zeigtsich zu elektrisieren, als eine gänzlich entbastete Faser; ausserdem wird da-durch grössere Schonung der Faser erzielt. Neuerdings werden die Faul-gruben durch schmiedeeiserne Kessel von 1,5—1,8 m Seitenlänge ersetzt,in deren Innerem hölzerne Lattenkasten zur Aufnahme des Materials an-gebracht sind. Diese Apparate fassen zwar weniger Material, dafür gehtaber der Prozess rascher und gleichmässiger vor sich. Doch erfordert ermehr Aufmerksamkeit, da die Behandlung gewöhnlich bei grösserer Hitzestattfindet.
Um das macerierte Florettmaterial und die daraus gefertigten Fabrikatevon dem ihnen anhaftenden Geruch zu befreien, sowie dieselben überhaupt