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Zweiter Band.
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Das Kämmen. 21

Bärten von durchaus gleichlangen Fasern, doch kann dies erfahrungsgemässnur annähernd erreicht werden.

Beim Kämmen eines Faserbündels mit der Hand unterscheidet mannaturgemäss die „Hand“, welche das Bündel hält und den „Kamm“, der dieOperation bewirkt und das freie Faserende auskämmt. Beim maschinellenKämmen tritt statt der menschlichen Hand die sogenannte Zange in Wir-kung, zu welcher sich der arbeitende Kamm gesellt; diese Zange kannjedoch durch einen zweiten Kamm ersetzt werden. Die Grundelemente einerjeden Kämm Vorrichtung sind folglich Zange und ein oder zwei Kämme.Der Prototypus der ersteren Art ist das System Heilmann, der der zweitendas von Cartwright. In der Faser selbst unterscheidet man drei Teile:das vordere Finde a, den mittleren Teil ß und das hintere Ende y. ZurAuskämmung der ganzen Faser, also aller drei Teile a, ß und y sind beimaschinellen Vorrichtungen mindestens drei (in einem Falle zwei) Elemente

Fig 18. Filling.

STÄTS

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erforderlich, nämlich drei Kämme, zwei Kämme und eine Zauge, ein Kammund zwei Zangen oder endlich ein Kamm und eine Zange, welche in denverschiedenen Maschinen in den mannigfaltigsten Konstruktionen auftreten.Das Ausziehen nennt man die Trennung der langen, reinen, an den Kämmenvorhängenden Fasern von den kurzen. Zu den oben genannten Elementeneiner Kämmmaschine tritt öfters der sogenannte Vorstechkamm (nacteur)hinzu, der an der Stelle ß in das gekämmte Bartende y eingestochen wird,so dass die Fasern beim Ausziehen durch die Zähne dieses Vorstechkammesabgezogen werden. Die Kämmmaschinen einiger Systeme bestehen dem-gemäss im wesentlichen aus einer Speise Vorrichtung, einem Arbeitskamm,einem Ausziehapparat, der die Trennung der langen von den kurzen Fasernbewirkt und einem Vorstechkamm, der die mittleren Faserstrecken kämmt.Diese Elemente können, wie gesagt, sowohl in ihrer Form wie Anordnungin mannigfaltigster Weise variieren, wodurch die vielen neuen Systeme undNeuerungen erklärlich werden, die alljährlich zu der Menge der bereitsbestehenden hinzukommen. Es giebt indessen Systeme, wo der Prozessdes Ausziehens nicht einer einzigen Maschine überlassen, sondern von■einer Reihe, einem sogenannten Satze, der Maschinen vollzogen wird,deren Konstruktion unter sich fast gleich und im wesentlichen viel ein-