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Zweiter Band.
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Kämmmaschinen.

Aufnahme eines neuen Faserbüschels wieder in Bewegung, so gelangt all-mählich der geklemmte Faserbart unter die mit etwas feineren Karden(No. 24) besetzte Trommel t und wird von dieser fein ausgekiimmt. Nach-dem der Faserbart hier frei geworden, öffnen sich die Zangen, die Transport-walzen ziehen, wie aus Fig. 31—32 ersichtlich, die gekämmte Seite des Faser-bartes links in die Trommel hinein, und fördern rechts die ungekämmteSeite desselben nach aussen. Er gelangt dann nach dem Schliessen derZangen, genau wie das entgegengesetzte Ende, unter die Karden d 1(No. 22), um endlich unter die feinen Kämme der Trommel zu kom-men. Nach dem Passieren dieser Putztrommel öffnen sich die beiden Zangen-arme wieder, und sobald der nunmehr vollständig gekämmte Faserbart vonden Walzen bb t freigegeben ist (Fig. 33—34), schwingt sich das Schluss-stück y, auf welchem die Faser noch hängt, gegen das Abführtransport-tuch e. Die gekämmten Faserbärte werden, wie die Figur zeigt, so abge-worfen, dass sie immer über die anderen Lagen hinübergreifen. Das Schluss-stück schwingt sich dann direkt wieder zurück, und die Zange schliesst sich.Die gekämmten, jetzt zu einem Vliess geformten Faserbärte gelangen dannzwischen den Walzen gg 1 hindurch nach einem mit Nadelstäben versehenenStreckwerke P und werden von diesem schliesslich als Band abgeliefert.Die Kardentücher dd 1 werden in bekannter Weise mittels Bürsten pp 1 ge-reinigt und die Kämmlinge von den letzteren an garnierte Trommeln mm lweitergegeben, von welchen sie in Vliessform mittels der Walzen ww xabgezogen werden.

Eine ähnliche Konstruktion hat die übrigens schon veraltete und selten inGebrauch befindliche Maschine von Greenwood & Batley, in der die inZangen eingespannten Bärte am Umfang eines Tambours an einer Stelleeingelegt, an einer anderen selbstthätig abgegeben und dazwischen von dreiendlosen Kardentüchem ausgekämmt werden. Die letzteren werden durch zweiKratzwalzen von sich ansammelnden Kämmlingen geputzt, die beim letztenKardentuch in Bandform abgegeben werden. Zwei dicht am Tambour an-gebrachte Bürsten dienen zum selbstthätigen Umlegen der Faserbärte, zweiandere Bürstenwalzen besorgen das Putzen der Kämme.

Ein anderes System der Kämmerei zeigen die folgenden Dressing-maschinen von Fairbairn, die fast durchweg für längere und mittlere Faser-längen zur Anwendung kommen. Bei dieser Kämmmethode werden 3—5Kämmmaschinen, die mit 6—10 Kardentüchern und Kehrvorrichtungen versehensind, zu einem System derart vereinigt, dass jede folgende Maschine einen biszwei der kürzeren Züge des Materials auszieht. In Fig. 35 ist ein derartigesMaschinensystem dargestellt. Die Maschinen I und II ziehen den ersten Zug(Faserlängen I u. Il/I), die Maschine III den zweiten und dritten Zug, MaschineIV deu vierten und fünften Zug und Maschine V den sechsten und siebentenZug aus; somit liefert jede der Maschinen III, IV und V je zwei Züge.Das Seidenwerg, das von den ersten zwei Maschinen in die Zangen abge-nommen wird, wird in die Pressen der zweiten bezw. dritten Maschine ein-