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Das Putzen der Florettgarne.
Spannung, wenn, wie an der linken Seite der Fig. 78 gezeigt ist, die senk-rechte Stange 40 und mit ihr der Arm 57 und die Rolle 58 gehoben wird.An der senkrechten Stange 40 ist ein Finger oder seitlicher Vorsprung 59und am Träger 55 ein stationärer Finger 60 angebracht, so dass, wenn dieStange 40 aufwärts steigt, der Riemen 53 eingeklemmt und zwischen demFinger 59 und dem stationären Finger 60 gehalten wird. Diese Klemm-vorrichtung kann auf jeder Seite der Schnur 53 wirken, wird aber vorzugs-weise an der Seite angewendet, wo der Riemen von der Spindel 51 zurRiemenscheibe oder Trommel läuft.
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In den Florettgarnen, namentlich in den gezwirnten, befinden sich vieleKnoten, die nebst anderen fehlerhaften Stellen durch die mit der Hand oderdurch Maschinen bewirkte Arbeit des Putzens entfernt werden. Wie beianderen Gewerben muss auch hier dem Putzen mit der Maschine noch einPutzen mit der Hand folgen. Soll das Garn mit der Hand geputzt werden,so wird es zunächst gehaspelt. Die gebildeten Stränge werden dann überzwei eiserne glatte Rollen geführt, die etwa 360—400 mm breit, und70—80 mm dick und drehbar gelagert sind. Die untere spannt durch ihrEigengewicht die über beide Rollen gelegten Strähne. Das Garn wirddurch Schlagen unter Drehung der Rollen über die ganze Breite der letz-teren ausgebreitet, so dass jeder einzelne Faden des Stranges bloss liegt.Alle Unreinigkeiten, Noppen, Knoten, Fehler etc. werden nun mit der Handentfernt, fehlerhafte Stellen herausgeschnitten und die Enden wieder zu-sammengeknüpft. Diese Handputzerei erfordert viel Übung und ein gutesAuge und hängt überdies vom guten Willen und der Gewissenhaftigkeitder Arbeiterin ab. Allgemein wendet man jetzt das Maschinenputzen an.Das Quantum der gelieferten Arbeit übersteigt hier natürlich das der Haud-arbeit um ein bedeutendes. Das Prinzip der Putzmaschinen ist — die Un-reinigkeiten aus dem Faden herauszureiben. Diesem Reiben unterliegen alleStellen auf der ganzen Länge des zu putzenden Fadens, der nach der Ope-ration ein glattes und glänzendes Aussehen zeigt. Die Putzarbeit besteht imUmschlingen einiger beweglicher, leichter Röllchen, wodurch die Oberflächedes Fadens an sich selbst abgerieben wird. Nach einem älteren Verfahrenvon Imbs 1 ) wurden die Fäden über kleine mit grosser Geschwindigkeit ro-tierende Rollen geführt, an welchen die Knoten und dergl. wie an Polier-scheiben abgerieben wurden. Nach dem Verfahren von Briggs 2 ), welcheszu den ältesten gehört, wurden die zu putzenden Florettgarne durcheinige zusammengedrehte Stränge irgend eines nachgiebigen und elasti-
‘) Franz. Patent 108 695 (1875).
*) Itepertory of Patent Inventions, April 1855.