Verfahren von Chardonnet.
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mittelst des Hahnes g' nach Mafsgabe des Ansammelns abgelassen werden.Ein tiefer angebrachter Hahn h’ dient zum Ablassen und Regulieren derStandhöhe der Pottaschelösung. Der sich jm ersten Gefäss fast vollständigkondensierende Alkohol und ein Teil des Äthers werden durch Digerierenmit trockener Pottasche und Abdestillieren wieder in einen zur Auflösungder Nitrocellulose geeigneten Zustand ubergeführt und von neuem ver-wendet. Der Rest des Alkohols und des vom Luftstrom in beträchtlicherMenge mitgerissenen Äthers wird in den nachfolgenden Gefässen kondensiert.
Fig. 99. Maschine zur Herstellung künstlicher Seide, Seitenschnitt.
Das zweite Kondensationsgefäss ist ebenso wie das dritte bis zur erforder-lichen Höhe mit konzentrierter Schwefelsäure gefüllt, welche Äther undAlkohol zurückhält. Sobald die Schwefelsäure des zweiten Gefässes dasvierfache ihres Volumens an Äther aufgesaugt hat, wird sie abgezogen undmit Wasser verdünnt, wodurch etwa 3 / 4 des vorhandenen Äthers abgeschie-den werden. Aus der übrigen Mischung wird Äther durch Destillation ge-wonnen und nach dem Trocknen mit Pottasche wieder verwendet. Der ausdem dritten Kondensationsgefäss kommende Lufstrom wird durch einen Ven-tilator oder ein Gebläse nach vorherigem Anwärmen wieder durch die Ma-schine getrieben. In der Praxis wendet man drei mit Schwefelsäure ge-füllte Kondensationstöpfe an, um kontinuierlich arbeiten zu können; denndas erste Gefäss wird naturgemäss sehr häufig ausgewechselt, d. i. ausserBetrieb gesetzt.