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Zweiter Band.
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Verfahren von Chardonnet.

Wie beim gewöhnlichen Haspeln, so ist es auch hier wichtig, dass dieFäden sich nicht decken, sondern kreuzen; die Spulen erhalten aus diesemGrunde vermittelst der mit einer Kurvenleiste v versehenen Trommel einehin und her gehende Bewegung. Das direkte Aufspulen ohne Vermittelungdes Haspels hat grosse Bedeutung und wird nur durch spezielle Eigenschaf-ten der künstlichen Seide ermöglicht. Die Spulen werden auf besonderenWangen montiert und auf diesen durch Federn festgehalten. Die Welle 0(Fig. 98 u. 99), welche eine beständige Drehbewegung und gleichzeitig einegeradlinige hin und her gehende Bewegung in der Richtung ihrer Achse aus-führt, trägt eine Reihe von L-förmigen Wangen P, die in der Mitte miteinem Auge versehen und mit diesem auf die Welle 0 lose aufgeschobensind, sowie ferner neben jeder Wange P eine feste Scheibe Q. Die SpulenR sind auf Spindeln S aufgesteckt, welche auf den Wangen P durch dieBlattfedern T festgehalten werden. Jede dieser den Spulen als Drehachsedienenden Spindeln S trägt eine kleine Friktionsrolle U, welche mit derPeripherie der zugehörigen Scheibe Q in Berührung steht und infolgedessendie Spindel, sowie die Gruppe von Spulen, welche auf die im Querschnittviereckig gestaltete Spindel aufgesteckt sind, in Umdrehung versetzt. DieWangen P sind sämtlich miteinander durch Stangen V vereinigt, welchegestatten, die ganze Spul Vorrichtung zu drehen, um die vollen Spulen ab-nehmen und durch leere ersetzen zu können. Damit die beiden Spulen-reihen nicht gleichzeitig in Umdrehung versetzt werden, giebt man demAuge w der Wangen P etwas Spiel. Auf diese Weise werden dann dieRollen U der jeweilig oberen Spulen durch das Gewicht der Vorrichtunggegen die Scheiben Q angedrückt erhalten, während die Rollen der jeweiligunteren Spulen ebenfalls durch das Gewicht der Vorrichtung von denScheiben Q abgezogen sind, so dass die unteren Spulen nicht mitgedrehtwerden. Um das Abnehmen der vollen Spulen und das Ersetzen zu er-leichtern, sind im Gehäuse F eine Reihe von kleinen Schiebethüren X(Fig. 99) angebracht, welche gestatten, die Hand in die Maschine einzufüh-ren. Zur Sicherung der Lage der Spulen ist im Gehäuse F an jedem Endeder Spulvorrichtung eine Gabel a vorgesehen, welche das Ende derjenigenVerbindungsstange V umfasst, welche sich jeweilig unten befindet. DieseGabeln gestatten die seitliche Bewegung der Spulenträger, verhindern aber,dass letztere im Sinne der Drehbewegung der Welle 0 mitgenommen wer-den. Die Gabeln a sind auf Stangen b' montiert, welche man von aussenmittels der Knöpfe c heben oder senken kann. Ferner lässt sich die Stel-lung jeder Gabel durch eine Schraube d\ welche den Stiel e der Gabel aan b' festklemmt, dergestalt regeln, dass die oberen Spulen die für das Auf-wickeln der Fäden geeignetste Lage einnehmen.

Das Gehäuse des Apparates ist vorn und hinten mit Glasscheiben ver-sehen und hat oben einen aufklappbaren Deckel L.

Das Wasser, welches die oberen Enden der Spinnröhren umspült,