Verfahren von Lehner.
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Deckel bedeckt. Durch das Rohr f fliesst stetig aus dem Reservoir G ganzwenig frische Erstarrungsfliissigkeit und durch das Rohr i mit den darinaufgelösten Lösungsmitteln wieder ab. Das letztere geht in ein weiteres,oben leicht mit einem Deckel geschlossenes, nicht luftdichtes Rohr Z, welchessich in gleicher Höhe mit dem Zylinder D befindet. Durch das Rohr mfindet ein gleichmässiges Abfliessen der gemischten Flüssigkeit in stetsgleichbleibender Niveauhöhe in D und Z statt; die Flüssigkeit geht in dasReservoir 0, welches durch einen Hahn n entleert werden kann. Der ge-bildete Faden z wickelt sich auf einen Haspel Q , der in gleichmässiger Um-drehung erhalten wird. U ist ein gabelförmiger Fadenführer, der durchdie Leitstange v eine hin und her gehende Bewegung erhält. Bei e tritt
Fig. 104. Spinnapparat für Flüssigkeiten (Lehner).
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ein ganz dicker Faden heraus; er wird aus dem Zylinder D gezogen undauf den Haspel Q gewickelt, dessen Umfangsgeschwindigkeit entsprechend erfeiner oder gröber wird. Der so ausgezogene Faden ist nach Angabe desErfinders viel glänzender und seidenähnlicher, als die nach anderen Ver-fahren dargestellten. Die Austrittsöffnung ist bei diesem Verfahren natür-lich nicht kapillar. Die weitere Behandlung bezweckt die vollständige De-nitrierung des Pyroxylins und Entfernung des anhängenden Terpentinölsoder Petroleums. Zu diesem Zweck werden die Fäden ca. 1 Stunde laugmit Wasser bei etwa 80° C. erwärmt. Durch die im Faden befindlicheÄtherschwefelsäure und ihre Dissoziierung tritt eine weitere Denitrierungdes Pyroxylins ein. Der Faden wird hierauf gut in Wasser gespült undeinige Tage in eine lOprozentige Wasserglaslösung getaucht, wobei dienoch dem Faden anhaftende Schwefelsäure neutralisiert wird und die dabeiausgeschiedene Kieselsäure die Poren des Fadens ausfüllt und ihn unver-brennlich macht. Man neutralisiert die Schwefelsäure wohl auch durchEintauchen in Ammoniakflüssigkeit. Die Hauptmasse des Lösungsmittelslöst sich in der Erstarrungsflüssigkeit und kann durch fraktionnierte Destil-lation wiedergewonnen werden.