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Zweiter Band.
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Das spezifische Gewicht der Seide.

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Ablenkungswinkel des Galvanometers festzustellen und als Untersuchungs-basis bei der Feststellung der metallischen Erschwerung zu verwenden.Auch würde diese Methode, ebenfalls durch quantitative Vorversuche be-gründet, Aufschluss darüber geben können, ob und wieviel in einem Seiden-gewebe fremde Beimischungen, wie Gerbstoffe, Zucker etc. oder andereTextilfasern, die sich gegen den elektrischen Strom spezifisch ganz andersverhalten, vorhanden sind. Es gilt jedoch als selbstverständlich, dass sowohldie Versuchsverhältnisse als auch die Dimensionen des geprüften Seidenfadens,Stromstärke etc., wie auch die Feuchtigkeit der Luft und der Faser immergleich oder auf eine bestimmte Basis zuriickführbar sein müssten, was diesesonst sehr einfache und zuverlässige Prüfungsmethode zu einer ziemlich um-ständlichen machen würde.

Die sowohl von wissenschaftlichem Standpunkte aus interessante alsauch technisch wichtige Frage nach dem spezifischen Gewicht der Seiden-faser ist schon früher von verschiedenen Forschern behandelt w r orden; soversuchte Robinet das spezifische Gewicht der Seide mit möglichster Ge-nauigkeit zu bestimmen. Eine Erörterung dieser Frage ist hier um so mehrgeboten, als die Resultate der Untersuchungen durch die grosse Absorptions-fähigkeit der Seidenfaser für Luft, Gase und Feuchtigkeit stark beeinflusstWerden. Als Material benutzte Robinet die sogenannten florentinisclienAngelschnüre, d. i. das zuvor flüssige Fibroin aus der Seidendrüse der spinn-reifen Raupe, das durch Ausziehen an der Luft schnell hart wurde; diesesMaterial enthält thatsächlich weniger Luft als die von der Raupe selbstgesponnene, äusserst dünne Seidenfaser. Seine Untersuchungen ergaben alsspez. Gew. 1,367.

Persoz experimentierte mit einer sorgfältig gereinigten Seide, derenLuftgehalt durch Auskochen mit Wasser auf das Minimum herabgedrücktworden war. Als Resultat ergab sich hier 1,357, in Bezug auf Wasservon 18°.

Müller stellte vermittelst der Auftriebmethode das spez. Gew. der ab-gekochten Seide auf 1,359, das der Florettseide auf 1,361 fest.

Es unterliegt keinem Zweifel mehr, dass das spezifische Gewicht derSeide von der Rasse derselben abhängig ist, die Differenzen sind jedochtrotz ihrer Wichtigkeit für genauere Arbeiten, keineswegs so bedeutend,dass man sie bei praktischen vergleichenden Versuchen mit in Betrachtziehen müsste. Wenn nun auch das Problem einer ein für allemal fest-gesetzten Zahl für das spez. Gew. der Seide ungelöst bleibt, so besitzt manheute doch wenigstens einige Methoden, um beim Experimentieren, wennman die Rassenunterschiede ausser Betracht lässt, der zweiten Eventualität,infolge des Luftgehalts der Seide Fehler zu begehen, möglichst vorzubeugen.Es bedarf keiner besonderen Ausführung, dass diese Methoden auch für jedebeliebige andere Textilfaser Verwendung finden könuen.

Handelt es sich nun darum, die Herkunft resp. die Rasse einer Seidezu ermitteln, so kann die genaue Zahl des spezifischen Gewichtes zu dieser