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Zweiter Band.
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Mineralbestandteile der Seidenfaser.

Aschengehalt, der Kokons.1,64%

„ der in reinem Wasser abgehaspelten Rohseide . 0,78%

„ der in mit Puppenfett versetztem Wasser ge-haspelten Seide.0,75%

Dieser Verlust wird somit durch die Auwendung des schon mit Mineral-und Fettsalzen übersättigten Wassers eher vergrössert, als vermindert,worauf Seidenhaspler nicht oft genug aufmerksam gemacht werden können.Die qualitative Zusammensetzung der Asche ist die folgende. In der Ko-konfaser:

Silicate (Spuren), Sulfate, Phos-phate, Chloride und Karbonate

der Thonerde, des Eisens (Spuren),Calciums, Magnesiums, Kaliums undNatriums.

Der lösliche Teil besteht vorwiegend aus Pottasche, welche fast gänzlichim Haspelbecken bleibt, während die unlöslichen Mineralstoffe in der FaserZurückbleiben; die Asche der Rohseide besteht also aus Silicaten, Phos-phaten, Sulphaten und Karbonaten der Thonerde, des Eisens, Kalks undMagnesia (um die Karbonate in der Seidenasche zu regenerieren, wird letz- 'tere bekanntlich mit Ammoniumkarbonat abgedampft und schwach geglüht).Ausser diesen natürlichen Salzen kommen in der Rohseide, die in kupfernenRecken oder unter Anwendung von kupfernem Dampfrohr gehaspelt wurde,Spuren von Kupfer vor,- dessen Anwesenheit in der Seide bereits von Che-vreul festgestellt wurde, und zwar in der Menge von 2—6,5 g in 100 kgRohseide 1 ). Die meisten Rohseiden enthalten auch Spuren von Blei, dasvon dem bleihaltigen Überzug der Becken oder Rohre herstammt. DieMenge des Bleis variiert von 0,56 g bis 0,98 g in 100 kg Rohseide. Eshat sich herausgestellt, dass die in reinem Wasser gehaspelte Seide mehrKupfer aus demselben absorbiert, als die aus dem mit Puppenfett versetzten.Die beiden Metalle können quantitativ vermittelst der elektrolytischen Me-thode bestimmt werden. Selbstverständlich enthält die Kokonfaser wederKupfer noch Blei, ebenso wie die Rohseide, die in verzinnten oder steinernenBecken ohne Anwendung der Kupfer- oder Bleirohre gehaspelt wurde.Übrigens üben diese Metalle in derart minimaler Dosis keinen nachteiligenEinfluss auf die Eigenschaften der Faser.

Es wurde auch die Anwesenheit von Mangau in der Rohseide konstatiert,was wohl auf einem Zufall oder Analysenfehler beruhen dürfte 2 ).

Die Mineralsalze bleiben in der Seide teilweise auch nach dem Ent-basten zurück und sind demgemäss im Fibroin enthalten. Auch die wildeSeide enthält erhebliche Quantitäten anorganischer Bestandteile, wie ausfolgenden Zahlen hervorgeht:

*) Francezon, Notes etc. S. 17. — s ) Chevreul, Mdm. de l’Acad. (1864). Bd. 84S. 439.