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Zweiter Band.
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Verlust beim Entbasten.

Der Abkochungsverlust schwankt bei einer und derselben Rasse vonJahr zu Jahr innerhalb gewisser Grenzen, doch lässt sich im grossen undganzen im Laufe der letzten Jahrzehnte eher eine Abnahme als ein Zu-wachs beobachten. Dasselbe gilt für Tussah, wovon nachfolgende ZahlenZeugnis ablegen, ein Umstand, der, beiläufig bemerkt, am besten dieFolgen der Vervollkommnung des Haspelverfahrens zu illustrieren vermag.

Grege

Trame

Organsin

1887

21,2

26,5

23,3

1888

20,9

24,5

24,4

1889

20,6

23,2

21,3

1890

21,0

22,3

22,2

1891

19,7

21,8

21,7

1892

18,8

21,0

21,2

1893

18,1

21,3

19,2

Der Abkochungsverlust einer gegebenen Seidenpartie ist naturgemässfür ihren Handelswert von grosser Wichtigkeit und wird in Konditionier-anstalten in möglichst genauer Weise ermittelt. Man näht einen gewogenenSeidenstrang in ein Leinwandsäckchen ein und bringt dieses in ein Bad aus25°/ 0Seife und kochendem Wasser (dessen Gewichtsmenge das vierzigfache vonder des Strängchens ist), das man vermittelst eines Bajonettrohrs stets kochenderhält. Nach einer Viertelstunde wird die Probe herausgenommen, an derCheville ausgeschlagen und in einem frischen, wie das erstere zusammen-gesetzten Seifenbade eine halbe Stunde lang gekocht, worauf sie erst ineinem 60° warmen Wasserbade und dann noch einmal mit vielem Wassergewaschen wird. Nennt man das Absolutgewicht der Ecru P, das der ab-gekochten Seide p, so ist der Abkochungsverlust

, 100 (P — p)

A = -P ■

Unter dem „entschälten Titer“ (titre decreuse) versteht man, wie derName schon sagt, den Titer der abgekochten Seide. Nennt man T denTiter der Ecru, t den entschälten Titer und A den Abkochungsverlust, so ist

T(100 — A)

100

Nach dem Abkochen wird die Seide, um die Seife und den noch ad-härierenden Bast wegzulösen, mit vieler Sorgfalt gewaschen. Die erstenWaschbäder werden, um eine Dissoziierung der Seife und das „Zurück-schlagen“ derselben auf die Faser zu verhindern, mit Soda schwach alka-lisch gemacht; alsdann wird die Seide in laufendem Wasser mit der Handoder aber meistens auf Maschinen stark gewaschen und geschleudert.