Das Assouplieren.
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von denen die oberen eine periodisch rotierende Bewegung um ihre Achsenerhalten, die unteren dagegen an einem senkrechten Zapfen drehbar sind.Die unteren Chevillen werden beim Aufstecken des Stranges gehoben unddieser dann vermittelst eines schweren Gewichtes stark angespannt.Eine horizontale Zahnstange dreht die unteren Chevillen in horizontalerRichtung links und rechts, und die oberen vollziehen in dem Augenblicke,wo der Strang in nicht gedrehter Lage verharrt, d. i. wenn die oberen undunteren Chevillen einander parallel sind, */ 5 Tour, wodurch die Lage desStranges verändert wird. Dadurch kommt eine streckende, drehende undzum Teil reibende Wirkung zu stände, die den Faden geschmeidig macht,und die so lauge fortgesetzt wird, bis der Arbeiter nach dem Anfühlen derFaser die Operation für beendet hält, was in der Regel nach 10—15 Mi-nuten der Fall ist. In der Maschine von Haubold erfolgt das Chevillierenvermittelst zweier Windehaken, von denen der untere durch konische undStirnräder eine hin und her gehende rotierende Bewegung erhält. Derobere Haken ist mit einer vierkantigen Welle versehen, die durch eine ent-sprechende Büchse hiudurchgeht und am oberen Ende von einem Seil mitGegengewicht gehalten wird; die Büchse selbst erhält von einer Excenter-scheibe durch einen Hebel eine hin und her drehende Bewegung. DerStrang wird zwischen den beiden Haken mittels Holzstäbchen aufgehängtund muss von Zeit zu Zeit mit der Hand in seiner Stellung verändert wer-den. Dieser Nachteil der Maschine wird durch leichtere Konstruktion undgeringeren Kraftverbrauch, sowie durch den Umstand aufgewogen, dass jedesWindehakenpaar unabhängig von den anderen in und ausser Betrieb ge-setzt werden kann. Das Chevillieren wird stets mit trockener Seide undnach dem Färben etc. vollzogen. Köttgen wandte den Assouplierprozessauch für fertige Gewebe an 1 ), indem er sie in derselben Art und Weisewie die Strangseide, d. i. durch Kochen in schwach sauren Bädern, weichmachte; das Gewebe fühlt sich danach voller an und erhält einen matten,gefälligen Glanz. Zum Zweck der mechanischen Bearbeitung wird hier dasin der Seidenappretur oft gehandhabte Scheuern angewendet.
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Der gelbliche, grünliche oder orangeartige Farbstoff der naturfarbenenSeide muss in den Fällen, wo die Seide weiss oder in hellen Nuancengefärbt werden soll, entfernt werden; denn obwohl derselbe meist nur inder Basthülle abgelagert ist, so zeigt doch auch die abgekochte Seide einenziemlich starken gelblichen Ton. Von den früher gebräuchlichen Bleich-methoden sei die als „nankinage“ bezeichnete erwähnt, nach welcher die Seide
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