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Zweiter Band.
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Wollseidenfiirberei. Doppelfarben.

Erstes Bad ! Zweites Bad

Wolle

Seide

AmaranthPonceau S

Azorot

Napbtolgrün

SolidgrünNeumethylenblauSolidgrünTbioflavin TSafraniu

bordeauxrot

rot

bordeauxrot

russischgrün

grün

blau

gelbgrün

weinrot

Zuweilen kommt das Abziehbad ganz in Wegfall, und zwar wenn dieNuancen der Wolle und Seide nicht kontrastierend, sondern verwandt sind,bezw. einen und denselben Grundton enthalten. Man färbt die Wollekochend aus, wäscht mit lauem Wasser aus und übersetzt die Seide infrischem lauwarmem Bade, wobei auch die Wolle etwas nachzieht; man er-hält z. B. *):

Erstes Bad

Zweites Bad

Wolle

Seide

Fuchsin S

Nigrosin

dunkelviolett

rötlichgrau

Fuchsin S

Anilinblau f. S.

rot

violettblau

Fuchsin S

Victoriagrün

rotviolett

grüugrau

Ponceau 2 R

Wasserblau

braunrot

braun

Lichtgrün

Safranin

grün

lila

Lichtgrüu SF

Auramin

grün

grüngelb

Säuregelb

| Safranin\ Wasserblau

olive

grün

Säuregelb

Neuvictoriagrüu

gelb

grün

Säuregelb

Methylviolett

bronze

violett

Naphtolgelb S

Anilinblau f. S.

gelbgrün

blaugrün

j Säuregrüuj Ponceau 2 R' Naphtolgelb S

\ Safranin| Auramin

braunolive

gelbgrau

Es ist bereits oben erwähnt worden, dass die Chromsäure aus einerneutralen Chromkalilösung lediglich von der Wolle absorbiert wird. Umdieses Verhalten behufs Erzielung zweifarbiger Artikel auszunutzen, wirdfolgendermafsen verfahren. Das Gewebe wird mit 3—5°/ 0 Chromkali und1 / a °/ 0 kalcinierter Soda eine Stunde gekocht, gespült, mit Natriumbisulfitreduziert und nochmals mit Chromkali kochend gebeizt; die zuletzt fixierteChromsäure kann in den Fällen, wo die Anwendung von Chromchromat

0 Lange, Moniteur scientifique, 1890, S. 679.