Halbseidenfärberei. Allgemeines.
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aus irgend welchen Gründen unthunlich ist, wiederum in Chromoxydsalzübergeführt werden. Das Färben geschieht meist mit Alizarinen, währendfür Schwarz noch Blauholzextrakte in schwachsaurem Bade Anwendungfinden. Da die Seide von der Beize nichts aufgenommen hat, so bleibt sievollkommen farblos. Nach dem Waschen folgt halb- bis einstüudiges heissesSeifen, wonach zum Färben der Seide geschritten wird, das in verschiedenerWeise stattfinden kann. In den Fällen, wo besondere Echtheit verlangtwird, kann die Färbung ebenfalls mit beizenziehenden Farbstoffen geschehen;man lässt das getrocknete Gewebe ein lauwarmes Wasserbad passieren, wo-durch nur die Seide genetzt wird und beizt längere Zeit in kaltem Badeaus Thonerde-, Chrom-, Zinnsalzen etc. Die Wolle nimmt unter diesenUmständen keine Beize auf und bleibt beim nachfolgenden Färben intakt;zu demselben Zweck empfiehlt es sich, dem Färbebade etwas Gerbstoff zu-zusetzen. Als Seidenfarbstoffe können Cochenille, Alizarine, Flavin etc. be-nutzt werden. Wo weniger echte Seidenfärbungen genügen, wird mit ba-sischen Farbstoffen, natürlich ohue Vorbeizung, ausgefärbt.
Die fertig gefärbten Wollseidengewebe werden, nachdem sie auf derBreitcentrifuge ausgeschleudert worden sind, getrocknet und appretiert. DieAppretur richtet sich naturgemäss ganz nach der Webart und dem Aus-sehen, das man dem Stoff verleihen will, sowie nach dem zu erzielendenGriff. Im allgemeinen werden hier die Regeln befolgt, die für feine undhochfeine Kammgarnstoffe gelten. Oft wird nach dem Trocknen gesengt,gewaschen und auf den Dekatierwalzen abwechselnd mit Dampf und lauemWasser behandelt, was namentlich in den dünneren Stoffen zur Erzielungdes Vollgriffs wesentlich beiträgt. Andere Stoffe werden nur gedämpft undzwar ohne Druck, indem sie gleichzeitig auf der Spannrahmtrockenmaschineauf die nötige Breite gebracht werden.
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Die Stückfärberei der Halbseidenstoffe, d. i. der Gewebe, in denenBaumwolle oder andere vegetabilische Fasern Vorkommen, hat in quantita-tiver Hinsicht ungleich grössere Bedeutung, als die der Wollseidenstoffe;doch ist sie, da hier die Webeeffekte nicht zahlreicher sind und kaum vondenen der Atlasbindung abweichen, viel eintöniger, namentlich in Bezugauf die Vollendungsarbeiten. Dafür bringt der durchaus verschiedene Cha-rakter der tierischen und der pflanzlichen Faser etwas kompliziertere Be-handlung mit sich. Es ist ohne weiteres verständlich, dass keine rohen,sondern nur gereinigte und sogar vorgebleichte Baumwollgarne zum Ver-weben gelangen, da die Seide den angreifenden Prozess der BaumwollVer-edelung nicht mitmachen könnte, ohne gänzlich zu Grunde zu gehen. DieReinigungsbäder für Halbseidengewebe bestehen aus einem' Gemisch vonSoda und Seife, deren Zusammensetzung und absolute Menge sich sowohl