Sengen. Kalandern.
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Siempelkamp & Michels 1 ) erfolgt die Bearbeitung quer zur Bewegungs-richtuug des Gewebes und zwar so, dass die Reiber in einem Rahmen derartpendelnd aufgehängt sind, dass sie stets eine schräge Lage einnehmen unddiese nur bei der Bewegungsumkehr des Rahmens ändern, somit nur strei-chend über das Gewebe gleiten. Beim Scheuern in der Längsrichtungpressen die Reiber das Gewebe in die Nuthen eines Sattels ein, mit demsie eine hin und her gehende Bewegung ausführen. Die Maschine vonSch weiter 2 ) dient zur Längsreibung ganzseidener Stoffe, hauptsächlich fürTaffete, Surahs , Failles u. s. w. Die Ware wird um eine Trommel vonca. 70 cm Durchmesser geführt, die mit sechs Reihen nebeneinander ange-ordneter, kleiner, leicht beweglicher federnder Messer versehen ist. Jedereinzelne Reiber ist mit einem Federstab versehen, wodurch er bei jedemKnoten im Gewebe mit Leichtigkeit nachgiebt. Die Trommel wird währendeiner Umdrehung des Aufdockbaumes um die Messerbreite verschoben, auchsind zur Deckung der Lücken zwischen den Messern die letzteren so angeordnet,dass die eine Reihe zur anderen versetzt ist. Vermittelst einer einfachenVorrichtung werden die Stäbe gegen die Trommelachse verstellt oder vondieser entfernt und so die Reiber nach Bedarf mehr oder weniger gespannt.Eine fernere Regulierung erreicht man durch Heben oder Sinkenlassen derledernen Unterlage. Statt der Messer können hei Bedarf Bürsten eingesetztwerden. Die Leistung der Maschine beträgt bei normalem Betriebe 150 mpro Stunde. Neuerdings wird von Schweiter eine ähnliche Maschine fürQuerreibung konstruiert, bei welcher der Stoff mit elastischen Messern aufeiner Unterlage (Taffet etc.) oder in gespanntem Zustande ohne Unterlagemit festen schnell rotierenden Reibern (Satins) gescheuert wird.
Eine wichtige Appreturarbeit ist das Sengen, das häufig schon als Vor-appretur vor dem Färben ausgeführt wird und den Zweck hat, den Flaumzu entfernen. Sowohl die Plattensenge mit kupferner oder eiserner Seng-platte, als auch die Gassengmaschine finden Anwendung. Die letztere setztsich zusammen aus zwei Reihen schrägstehender, im Eisengestell drehbargelagerter Brenner mit durchgehenden Schlitzen, deren Flammen gegen jeeine hohle mit einem Schlitzloch versehene stellbare Sengwalze schlagen.Ein mit der letzteren verbundener Exhaustor dient zum Abziehen der Ver-brennuugsgase und des Sengstaubs. Das verwendete Gemisch von Gas undLuft wird mittels eines Ventilators (Roots-Blower), eines Injektionsapparatsund einer Mischkammer erzeugt.
Das Kalandern bildet, wenn es überhaupt zur Anwendung kommt, dieSchlussoperation; ein grosser Teil der Seidenstoffe darf dem heissen Pressennicht ausgesetzt werden, da dieselben sonst einen unangenehm schillerndenFettglanz bekommen würden. Der Rollkalander besteht aus zwei Papier-walzen und einem mittleren heizbaren Stahlgusszylinder; der Mattkalanderaus einer oben und einer unten liegenden heizbaren Metallwalze und zwei
>) D. R.-P. 64745.
*) D. R.-P. 80701.