VIII
Vorwort.
werden. Allein ieh heile mit dieser rigorosen Massregcl für den San-skrittext des indischen Würfelvierschach und für die Bibliografie desCcssoles, — mit der ausdrücklichen Bemerkung, dass ich nur den textuel-len Gehalt, nicht mehr den darin vertretenen ungeschichtlichen Standpunkt-für meine Rechnung nehme, — eine leicht erklärliche Ausnahme gemachtund sie als Beilagen aufgehoben. Da ich anfänglich unmöglich dieHoffnung hegen konnte, die erst dllmählig und mit Anstrengung erreichteVollständigkeit der Schachlitteratur zur Verfügung zu erlangen, hatte imersten Aufbau des Buches der Bibliograf den Geschichtschreiber beherrscht■nachdem aber die alten Quellen reichlicher sich zu öffnen anfingen, kamendlich auch die Geschichte zu ihrem Rechte. Naiven Erwartungen gegen-über muss ich aber von vornherein bestätigen, dass ich das Erfindungs-protocoll des Schachspiels allerdings noch immer nicht entdeckt habe.
Ich habe versucht fortan in der Sprache des neu erstandenen deutschenReichs zu schreiben. In wie fern mir der freilich schon wiederholte Versuchgelungen sei, entscheide die Kritik; sie möge dabei aber bedenken, dassder gleichzeitige Gebrauch der beiden Schwester sprachen, der hoch- undniederdeutschen Mundart, seine eigenthümlichcn grossen Schwierigkeiten hat:die grosse Achnlichkcit beider erschwert unglaublich ihre reine Hand-habung ^). Wäre ich übrigens ein geborner Hochdeutscher, ich hätte mit
2 ) „jD er Grammatiker von Novara, ivegen seiner Casusfehler von den Mön-chen S-Gallen’s verhöhnt, entschuldigte sieh: falso putavit S. Galli monachm meremotum a scientia grammaticae artis, licet aliquando retarder usu nostrae vul-garis linguae (das sich bildende Italienisch ist gemeint), quae latinitati vicina est“(Wattenbach, Deutschlands Geschichtsquellen S. 162). So bestrickt auch das Hollän-dische öfter die Feder des Deutsch schreibenden Niederländers — von der unbemisstwitzelnden Zunge gar nicht zu reden. Selbstverständlich ivill ich mit dieser Bemer-kung die in Berlin zu häufig vernachlässigten Correcturen nicht in Schutz nehmen, son-dern mit dem Ersuchen, sie im Texte verbessern zu icollen, die wichtigsten hier zu-sammenstellen. Man wolle an den citirten Orten Folgendes lesen: S. 159 Zeile 24S. 88—90 (nicht 58—60). S. 185 Z. 7 unt. arab. Schach 117 Anm. 18). S. 192zu Anm. 2: Anaklet II. (der Honorius II. zum Gegenpapst hatte) starb den11. Januar 1138, s. Gregorovius IV, 1862 pp. 391—416. S. 194 Z. 34 sollen Dufnesneund Zukertort fehlen. S. 202 Z. 10, so steht jetzt das arabische Schach fürdas zehnte Jahrhundert auch litterariseh unzweifelhaft fest. S. 204 Z. 25 istdas erste „entscheidend“ zu streichen. S. 207 Anm. 2) = Pers. MS. des Brit.Mus. S. 210 Problem 35 selbstverständlich Kh8. S. 214 Problem 56 und S. 217Problem 73 (weiss) Kg6 u. Kc5 (sonst fehlt, wenn dies auch nicht ausdrücklichhervorgehoben wurde, z. B. in den Nummern 54, 59, 88, 93, 99, 100, 107, 110,115, 119, 120, 123, 137, 140, 157, 159, 166, 170, 171, 172, 177, 182, 209, 210, 212u. s. w. der weisse König auch in den Originaltexten). S. 218 Problem 80 schw.Sd6. S. 223 Problem 114 weiss. Rhl. S. 229 Problem 146 fehlt w. Rf2. S. 250 Pro-blem 271 muss der Be3 fort. S. 265 Problem 357: in genau 3 Zügen. S. 275 Z. 23: