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ken : 1 zeigt eine Spielaufstellung von 12 Zügen mit welcher die Partiebegann, eine Operation, welche die schwache Seite des alten Schach hand-greiflich beweist; auch in 2 stehen alle Figuren noch auf dem Brett undmag diese Aufgabe eine Art Tabiya sein. War das arabische Spielbrett auchnoch nicht, um heraldisch zu reden, geschacht, d. h. hatte es blos linirteund keine gefärbte Felder, so zeigen uns doch diese beiden Stellungen sehrdeutlich, — man beachte nur die Standorte der Vesiere, — dass die Lagedes Brettes beim Spiel so wesentlich schon die jetzt übliche war, dass manes nur abwechselnd zu coloriren brauchte, um die später allgemeine Stellungzu erlangen. Der Yesier konnte sich nie aus den von seiner ursprünglichenAufstellung abhängigen 32 Feldern, welche er in diagonalem Schritte erreichenmusste, entfernen, oder, wie wir jetzt sagen würden, er konnte nie seineFarbe wechseln (verlassen). Und nun zeigt schon die älteste schulgerechteAufstellung aller Figuren auf einem gefärbten Brette, die sich anfangs desXIV. Jahrhunderts unmittelbar der arabischen Tradition anschloss, ein weissesEckfeld zur rechten Hand des Spielers. 3 zeigt ein Beispiel einer durchfortwährende Wiederholung derselben Züge (wie unser echec perpetuel) unent-schiedenen Partie; 4 und 5 beweisen dass Hoi dcpouille ein verlorenes Spielwar; 6 zeigt ein verlorenes Pattspiel, 7 und ff. sind directe Mattführungen,die nicht sowol wegen ihres inneren, als wegen ihres historischen WerthesBeachtung verdienen. Man ersieht aus 14, 29, 33, dass der zum Yesier (wirnennen ihn von hier au Fers) avancirte Fussgänger (wir sagen jetzt: der ineine Dame verwandelte)Bauer, was allerdings mythischer klingt) unmittel-bar Schach bietet, und die Verwandlung einen untheilbaren Zug mitdem Betreten des achten Feldes bildet. Die Zopfjurisprudenz des späterenMittelalters erhob diesen Fall fast zu einer Rechtsfrage. Cynus de Pistoiaschrieb 1310: Promittens dare mattuin cum pedite certo non est curandnman sit factus regina, quia constat de corpore [peditis] et dignitas augmentatanon mutat statum priorem. Sed si promisi simpliciter dare mattum cum pe-dite, non possum dare cum pedite effecto regina, quia artificium confunditofficium (vgl. Massmann S. 144, wo auch Nicolai de Tudeschis, fl445,Lectura super V. Decretal. unter Promissio, Petri de Monte RepertoriumJuris unter Ludus , und Joh. Aquila 1514, 1526, Bl. 3 a citirt werden).
In 28 hätten wir, nach der Tradition, das älteste Schachproblem der Welt,denn es wird dem 833—42 zu Bagdad regierenden Khalifen Mutasim bei-gelegt: sehr alt mag es daher auf jeden Fall sein. 22 ist das berühmteSpiel der Diläräm, das sich wie ein rother Faden durch das arabisch-euro-päische Schach des Mittelalters zieht. Zwei Prinzen spielen Schach ; derFührer der weissen Steine, der sein meist geliebtes Weib Diläräm aufs Spielgesetzt hat, ist auf dem Punkte zu verlieren, — da erscheint Diläräm, undruft dem bedrohten Spieler zu, seine beiden ruch zu opfern um Diläräm zuretten (s. Forbes S. 98 und Chess Player’s Chronicle 1Y. S. 184. x ) Essind aus dieser Stellung, von zweizügigen Matts an, so viele Problemvari-anten hervorgegangen, dass ich mich im weiteren Verlauf der Geschichte dermittelalterlichen Problemlitteratur begnügen werde, vorkommenden Falles stattder Stellung, blos den Namen der schönen Heldin der Aufgabe anzugeben.Ganz allgemein muss ich hier noch ausdrücklich bemerken, dass ich meinenBericht über identische Stellungen in den alten Manuscripten nicht mikros-