Erster Abschnitt.
Geographisch - orographisch - statistische Einleitung.
§. 1. Lage und allgemeine Form des Gebirges.
Bewohner
einer Gegend und aufmerksame Reisende erlangen
ein Bild derselben, in welchem die Naturverhältnisse abge-spiegelt sind. Solche Anschauung geht bald mehr, bald we-niger in's Einzelne, se nachdem Neigung und Kenntniß dazuauffordern. Wenngleich oft kaum die allgemeinsten Ein-drücke festgehalten werden: so mangelt dennoch der eigenenAnschauung die Lebendigkeit nicht. Durch Beschreibung Achn-liches zu erreichen ist schwierig, selbst bei dichterischer odermalerischer Darstellung. Sie kann nur aus Einzelheiten be-stehen und das Bild, welches sie hervorrufen will, muß sichder Leser doch selbst schaffen und ausführen, da die Beschrei-bung höchstens gute Umrisse giebt und Farben mischt. DieAusführung des Gemäldes wird aber um so vollständigerseyn, se mehr Einzelnes bemerkbar, je schärfer die Umrisseaufgefaßt werden und je feiner die Farbentöne unterschiedensind. In dieser Beziehung wollen wir von unserem Gebirgevorzugsweise vom Einzelnen Kenntniß geben, damit dasgroße Tableau, das jeder sich davon nach eigener Anschauungund auf eigene Weise selbst bilden mag, um so gründlicher,vollkommener und sicherer ausgeführt werden könne.
Doch auch die allgemeinsten Verhältnisse dürfen wir da-bri nicht unbeachtet lassen, die bedingend für die speciellstenErscheinungen sind. Zunächst sind die Naturverhältnisse einerDas Harzgebirge, i. Thl. ^