Dritter Abschnitt.
Mineralogie des Harzes.
§. 28. Allgemeine Bemerkungen. Ordnung derAufzählung.
Indem beabsichtigt wird, die einfachen Mineralien (Fossilien)unseres Gebirges aufzuzählen, insoweit sie uns bekannt sind,können wir nicht unterlassen, schon vorläufig auf die großeMannigfaltigkeit aufmerksam zu machen, welche das Gebirgeinsbesondere an Erd - und Steinarten sowie an metallischenFossilien darbietet. Es ist diese Mannigfaltigkeit um so be-achtenswerther, da sie vorzüglich durch die geognostische Con»stitution bedingt ist. Es mangeln allerdings in den Ge-birgsarten zum Theil die schönen Fossilien, welche das Ur-schiefergebirge enthält; aber die Gänge geben dafür Stell-vertreter, besonders die St. Andreasberger, welche die schön-sten Fossilien geliefert haben. Wo haben sich schönere Kalk-späthe, schönere Apophyllite, Kreuzsteine, Zeolithe, Rothgil-tigerze u. s. w. gefunden? In welcher Ordnung nun diesemannigfaltigen Körper hier aufzuführen, kann zweifelhaftseyn, da die mineralogischen Systeme, wovon das eine oderdas andere zur Grundlage dienen muß, so höchst abweichendvon einander sind. Wir glauben indessen gute Gründe da-für anführen zu können, wenn wir im Ganzen der werner-schen Claffification folgen und sie dem Zwecke unserer Ar-beit entsprechend finden. Wenn sie auch mit dem dermaligenZustande der Chemie nicht durchgreifend übereinstimmt: sodürfen wir dagegen anführen, daß es unsere Absicht nichtseyn darf, den naturhistorischen Gesichtspunct gegen denchemischen gänzlich zu vernachläßigen, denn indem die Mi-