Band 
Erster Theil.
Seite
298
JPEG-Download
 

Karre Kohlen. Dazu kommen noch die Entschädigungen,welche dem Köhler für Verwendungen vor dem Ausladenzuzugestehen sind, z. B. Ersatz für Stellearbeit, für Decke,für Wasser u. s. w. Die daraus hervorgehende Summe wirdmit der ganzen Karrenzahl dividirt und der Quotient demordinären Lohne zugerechnet, wodurch der Lohn für jedeKarre Kohlen entsteht.

13) Gewinnung von Nebenproducten beschränkt sich nurauf die Gewinnung von Hvlzsäure. In die Raumlöcher wer-den eiserne Röhren eingesteckt, welche sich in kleinen Fässernendigen. Dadurch wird der Rauch abgeführt, aus welchemsich in diesen Fässern Holzsäure niederschlagt. Durch ange-stellte Versuche ist entschieden, daß dieses Verfahren für dieKohlung keine nachtheiligen Folgen hat. Bei diesen Versu-chen erhielt man aus 80°' räumlich gemessenem Buchenscheit-holz 9V-, Maaß oder 17'/» Pfund rohe Holzsäurc. Dieserohe Holzsäure wird zum Reinigen des Messings auf dervckerschen Meffingshütte angewendet und jetzt wird, außer indem lautenthaler Obcrforst, nur wenig davon gewonnen.

1l. Schindelbereitung.

Die Schindeln werden entweder im Walde gefertigtoder auf einer Maschine. Im Walde sucht der Arbeiter dieBäume aus, welche astrein sind und gut spalten, trennt diesein kleine Klötze von der Länge der Schindeln, 21 oder 18"lang, und spaltet daraus mit der Hand die einzelnen Schin-deln, welche karrenweise, Llzöllige auf die Karre 18 Schockund 18zöllige auf die Karre 21 Schock, abgegeben werden.Im Sommer ist in den Nadelholzhauungcn häufig Gelegen-heit, das Schindelmachen zu sehen. Die Schindelmaschine inder Nähe der clausthaler Sägemühle ist nach der Erfindungdes Forstmeisters Hlawa zu Datschitz in Mähren erbaut.Das Wesentliche bei derselben ist, daß durch verschiedene an-gebrachte Hobel die Bretter, welche vorher auf der Säge-mühle geschnitten sind, die Schärfe und die Ruth erhalten,so daß man auch ästiges Holz, woraus mit der Hand keine