Beobachtende Astronomie.
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§ 20.
aus der ersten Vergleichnng 34-0*zweiten „ 33 3
dritten „ 34\3
und da diese Zahlen so wenig unter einander verschieden sind, so kann manden Gang der Uhr während dieser 15 Tage als gleichförmig, nämlich ihre täg-liche Retardation im Mittel gleich 33 s- 87 annehmen und mit Zngrtindelegungdieses Ganges für jeden beliebigen Augenblick nicht nur der Zwischenzeit,sondern auch noch längere Zeit über die letzte Beobachtung hinaus den Standder Uhr mit voller Sicherheit angeben. Die Uhr ist daher, wie schon obengesagt wurde, eine ganz gute.
Hat man aber den Stand der Uhr auf irgend eine Weise gefunden undhandelt es sich nur noch um den Gang derselben, so wird man nach Olbersfolgenden sehr einfachen Weg gehen können. Man beobachte an einem vordein Fenster in ziemlicher Entfernung stehenden Turme oder höheren Hausemittelst eines Fernrohres von nur schwacher Vergrößerung die vorüberziehendenFixsterne, wie sie nach einander von der Mauer bedeckt werden und hinter ihrverschwinden. Wenn diese Mauer weit genug, mindestens einige hundertMeter von dem Auge des Beobachters entfernt ist, so haben diese Verschwin-dungen der Sterne augenblicklich statt und können daher mit vieler Schärfe be-obachtet werden. Ein Fixstern, desfen Deklination ungeändert bleibt, wirdoffenbar alle Tage des Jahres um dieselbe Sternzeit hinter der Mauerzu verschwinden scheinen, wenn anders das Auge des Beobachters immer dieselbeLage beibehält. Man darf also diese Sternzeit nur einmal genau bestimmen,um durch das beobachtete Verschwinden des Sterns auch für jeden andernTag sofort den Fehler seiner Uhr gegen Sternzeit zu finden.
Dabei wird, wie gesagt, bloß vorausgesetzt, daß das Auge des Beobachtersimmer denselben Ort unverändert beibehalte. Allein dieser Forderung wird mansehr leicht genügen, wenn man z. B. am Fensterstocke einen größeren festenNagel schief gegen den Horizont so einschlägt, daß das Fernrohr während derBeobachtung in den Winkel, welchen der Nagel mit dem Fensterbalken bildet,frei herabsinkt. In dieser Lage richtet man dann das Fernrohr auf den Turmso, daß das Auge die bekannte Stelle des Turms, wo das Verschwinden desSterns statthaben soll, in der Mitte des Feldes erblickt.
Man sieht ohne unsere Erinnerung, daß es zu solchen Beobachtungen ambequemsten ist, seine Uhr nach Sternzeit gehen zu lassen, wie dies ja überhauptauf allen Sternwarten bereits eingeführt ist (vergl. I, §§ 138—145). Alleinda wir durch andere Gründe dazu gezwungen sind, unsere Uhren nach mittlererSonnenzeit gehen zu lassen, so können wir auch hier diese Einrichtung beibe-halten, wenn wir nur bemerken, daß die mittlere Zeit des Verschwindensdes Sterns hinter dem Turme jeden Tag um 3'» 55 s 4) früher statthat alsan dem vorhergehenden Tage. Auch mag man bemerken, daß der gewählte
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