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Natur und Cultur. Politischer Mysticismus undRationalismus
Das geistige Leben des Menschen ist, wie dasleibliche, von Anfang an ein Ablauf von Wechsel-wirkungen als natürlicher Proceß, welcher mitäußeren Anregungen beginnt und von äußeren An-regungen unterhalten wird. Wir haben Weiler obendie Stufen bezeichnet, die er durchläuft. Was derSinn für die Erkenntniß, die Sinnlichkeit für dasGefühl, der Trieb für den Willen einleitet, das gelangtzuletzt in das sich selbst zum Gegenstand machendeBewußtsein, — daö wird, mit andern Worten, zuletztein Gegenstand der Reflexion. In die Reflexionläuft jede menschliche Lcbensthatigkcit aus. Das Ge-fühl kann in uns den Willen in Bewegung setzenund beide können den Gedanken hervorrufen, der inder That, im Kunstwerk oder in der Sprache seinenAusdruck findet: — immer ist und bleibt daö Den-ken über das Denken das Letzte, — das, waö sichnur immer neu wiederholen kann, — das, über welchesnichts mehr hinausliegt und in welchem sich unsere