Unsere Aufgabe inuß es dabei sein die beidenEinscitigkeiten des politischen Mysticismus und poli-tischen Rationalismus gleichmäßig zu vermeiden. Dererste — die Anschauungsweise der historischen Ncchts-schule — sieht in dem natürlichen, unbewußten, un-willkürlichen Lcbcnsproccssc ein Höheres, Heiliges,Göttliches, macht also das was der Mensch mitdem Thier, der menschliche Staat mit einem Staatevon Bienen oder Ameisen gemein hat, zum Elementeder Politik. Aber er begeht dabei die Inkonsequenz,daß er sich nicht unbewußt dem Strome des unbe-wußten Lebens in der Geschichte überläßt, sondernmit Bewußtsein sich für die Bewußtlosigkeit, mitfreiem Willen fürdas Aufgeben deS freien Willens,vom Standpunkte der Sittlichkeit gegen diesen Stand-punkt entscheidet. Diese Widersprüche sind für denpolitischen Mysticismus ein wahres ArmuthSzcugniß,— und er wird doppelt bedauernswürdig, wenn er injeder Pfütze einen Abgrund von „Tiefe" erblickt,bloß weil die trübe Flüssigkeit nicht auf den Grundsehen läßt. Um sich in diese vermeintliche „Tiefedes Lebens" zu versenken, ergeht sich die historische
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