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System der socialen Politik / von Julius Fröbel
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die Frage auszuwerfen, welches eigentlich das Prin-cip der geschlechtlichen Sittlichkeit ist. Aus der Be-antwortung dieser Frage werben sich die Grenzen fürdie Folgen der ökonomischen Emancipation auf diesemGebiete ergeben.

Kant hat die Moralität des Geschlechtsverhält-nisses durch die Gegenseitigkeit des persönlichenGebrauches zu retten geglaubt. Er scheint indessenhiervon weniger als von anderen Dingen verstandenzu haben, und sein Urtheil enthält in der That eineRohheit. Wir haben gesehen daß der Mensch wedersich noch Andere als Producr, Werkzeug oder Waarebetrachten kann. Die Kategorie persönlicher Brauch-barkeit ist eine unsittliche. Durch dieGegenseitig-keit" kann keine Prostitution aufhören Prostitutionzu sein. DaS aber wodurch die Geschlechtsverbin-dung und in's Besondere die Hingebung des Weibesgeadelt wird, ist das eigenthümliche Zusammentreffenvon subjectiver und objectiver Begeisterung, also Liebeund Enthusiasmus, in der Vereinigung der Geschlech-ter. Die gewöhnliche Moral fordert nun von denGatten, da sie den Enthusiasmus welcher sich aus