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Ueber Massen und Steine, die aus dem Monde auf die Erde gefallen sind / von Ferdinand Adolph Freiherr von Ende
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legenen Gegenden Frankreichs, nämlich in Maine , Artois und Cotentin, SteineYom Himmel herab, und wurden der Akademie der Wissenschaften überreicht.

Ich will zuerst die in den Memoires (90) enthaltene Nachricht hieher sez-zen, die von Howard gegebene, und aus dem Journal de Physique (gi) ent-lehnte und in manchen Punkten abweichende, aber darauf folgen lassen.

Drei merkwürdige Fakta derselben Gattung lieifst es in den Memoiresdie sich in diesem Jahre zugetragen haben, scheinen eine Bekanntmachung vonSeiten der Akademie zu verdienen. Im Februar 176g zeigte derselben ihr Kor-respondent, der Abbe Bachclay, einen Stein vor, der mit einem Donnerschlagbei dem Schlosse Luce in Maine vom Himmel gefallen seyn sollte; das Zischen,welches man dabei gehört haben wollte, die Hitze und die Beschaffenheit desgefundenen Steins, machten jene Behauptung eimgermafsen wahrscheinlich. Ge-gen das Ende des nämlichen Jahrs schickte der General-Lieutenant Garson deLoyaval zu Aire in Artois einen zweiten ähnlichen Stein, der ebenfalls vomDonner herabgeschleudert seyn sollte. Endlich überlieferte Herr Morand Sohneinen dritten, in Cotentin unter ähnlichen Umständen herabgefallenen, Stein.Diese drei Steine mit einander verglichen, zeigten keine in die Augen fallendeVerschiedenheit. Sie haben die nämliche Farbe, und beinahe dasselbe Korn.Man entdeckt darin kleine Metalltheile und Kieskristalle; sie sind mit einerschwarzen eisenhaltigen Rinde überzogen; ein Stück dieser Steine wurde pulve-risirt und erhitzt: das Pulver gab beim Glühen einen starken Schwefelgeruchvon sich, und verwandelte seine graue Farbe in die vom Krokus Martis. Manwog es beim Herausnehmen aus dem Feuer, und unerachlet des verdunstetenSchwefels, hatte es nichts von seinem Gewicht verloren; kalcinirt, und mit Glas,Borax und Eisen vermischt, wurde es zu einem schwarzen, vom Magnet ange-zogenen Pulver bedeckt; auch das schwarze Glas, wenn man es pulverisirte,zog den Magnet an. Kochsalzsäure auf den Stein gegossen, brachte einen he-patischen Geruch und ein leichtes Aufbrausen hervor; mit Vitriolsäure effer-vescirte sie fast gar nicht, und es entstand daraus Eisenvitriol (fer martial), undendlich die Salpetersäure erzeugte einen starken Schwefelgeruch . (i

(90) Memoires de l'Acad. Roy. des Sciences, Ann. 1768- Tom. I. p. 34 - fg. e< iit. d'Amsterdam. in 12°.

(91) Tom. U. p. 25 i.