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29./30. Oktober mit Schneesall verzögerte die Bestellung der Felder bis Ende November oder garbis in den Dezember.
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Frühlingsbericht. Ungeachtet der wegen frühen Eintritts des Winters verzögerten Aus-saat wird der Stand des Weizens und Spelts von allen Seiten als befriedigend bezeichnet. Roggengeringer und in Bergzegenven hier und da gefehlt. Lewat mittelmäßig bis gut. Das Anpflanzenvon Sommerfrüchten geschah im April bei günstiger Witterung, im Mai dagegen bei ungün-stiger. Dieser letztere Umstand wirkte sehr nachtheilig auf die später bestellten Kartoffeln. Die übrigenSommerfrüchte, Bohnen, Erbsen, Hanf und Flachs stehen mit Ende Mai günstig. DieWiesen stehen überall schön; Luzerne und Esper haben bei der naßkalten Witterung mehrgelitten als der Klee. Ungeachtet die frühe Kälte gegen Ende des vorigen Herbstes den Weinrebenam Holz mehr oder weniger geschadet und der heftige Frost Anfangs Mai viele Augen getödtet hat,ist doch mit Ende Mai der Stand der Weinberge vielversprechend. Die Kirschbäume blühten umAürich in der ersten Hälfte des April, die Apselbäume in der zweiten Hälfte des Aprils und An-fangs Mai. Die Kirschbäume haben vorn Froste am meisten gelitten, die Apfelbäume am wenigsten.Dagegen hat der Raupenfraß mehr geschadet.
Sommer- und Herbstbericht. Getreide bot im Allgemeinen eine Mittelernte; Weizen undKorn hin und wieder gut, Roggen und Gerste leicht. Kartoffeln im Durchschnitt unter mittel-mäßig. Die Krankheit stellte sich einige Wochen soäter ein als in den letzten Jahren, hat aber deß-halb kaum weniger geschadet. Wurzelgewächse ließen einen reichen Ertrag hoffen, der nun auchin Erfüllung gegangen ist; Hülsenfrüchte mittelmäßig bis gut, hier und da litten sie von derTröckne. Hanf und Flachs mittelmäßig bis gut, letzteres besonders in schwerem Boden. DieHeuernte Ende Mai bis über die Mitte Juni der Menge nach reichlich, der Güte nach ziemlichgering. E m d in guten Wiesen reichlich und gut, so auch das Nachemd; auf minder guten Wiesensehr wenig. Klee gab durchschnittlich einen reichen Schnitt, wenig beim zweiten, vorzüglich desKlceteufels wegen; dagegen fiel der dritte Schnitt an vielen Orten wieder gut aus. Die Wein-reben gaben da, wo nicht Hagel geschadet hatte, der Quantität nach einen ziemlich reichen, derQualität nach einen ausgezeichneten Ertrag. Obst überall wenig, besonders wenig Aepfel, Birnenetwas mehr, aber von geringer Qualität.
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Frühlingsbericht. Der nasse und zum Theil kalte Juni hatte manche Befürchtungen hervor-gerufen, welche die warme Julisonne glücklicher Weise größtenteils wieder zerstreute. Die Kornfrüchtestehen durchschnittlich recht schön und versprechen einen guten Mittelertrag; Wintergerste ist imSchnitt. Roggen hat sich vielfältig gelegt; Mais ist in einigen Strichen noch zurück, in andernschön. Kartoffeln stehen im Kraut schön, doch vernimmt man schon aus dem benachbarten Glarus Klagen über das Auftreten der Krankheit. Die Heuernte darf im Mittel als eine gute angesehenwerden, in einigen besonders viehzuchttreibenden Bezirken scheint sie kaum eine Mittelernte zu sein.Obst, besonders Aepfel, ist in Fülle vorhanden. Die Weinreben, obgleich sie nicht ganz gutabblühen konnten, stehen nicht übel, die jüngern Stöcke sind voll, die ältern haben wenig Trauben.Die Maulbeerbäume stehen prächtig.
Auf naßkalte Witterung folgte ein herrlicher Frühling und entwickelte die Wiesen, Aecker und
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