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Verhältniß zu einem auswärtigen Staate sich befindet. Die BundeSbehörden werden dieses Ziel nicht ausdem Auge verlieren; sie werden es mit Gottes Hülfe auch erreichen.
Nachdem nun die Unterhandlungen wieder in eine friedliche Bahn eingelenkt worden sind, ist einfeindliches Vorgehen gegen unser Vaterland nicht mehr zu besorgen, und wir sind daher in den Standgesetzt, die aufgebotenen Heerestheile nach einander wieder zu entlassen. Bereits sind dießfalls die erforder-lichen Einleitungen getroffen.
Eidgenössische Wehrmänner! Ihr kehret in den Schoß Euerer Familien, zu Eucrcr friedlichen Be»schäftigung zurück, mit dem erhebenden Bewußtsein, Euere Pflicht treu erfüllt zu haben. Auf den erstenRuf des Vaterlandes habet Ihr Euch freudig und mit männlicher Entschlossenheit um Euere Fahnengeschaart. Ihr habet die Beschwerden und Mühseligkeiten eines WintcrfeldzugeS mit Starkmuth ertragen;Ihr habt durch Euere Mannszucht allgemeine Achtung Euch erworben; Ihr habet durch die Mäßigungin Euern Forderungen den Bundesbrüdern die Lasten der Einquartierung erleichtert. Ihr habet durckEuer ganzes Betragen Euch und dem eidgenössischen Banner Ehre angethan. Ja mit Freuden zollen wirEuch Anerkennung. — Ihr habet durch Euere wahrhaft vaterländische und begeisterte Haltung wesentlichzu dem nun erzielten, und wie wir erwarten dürfen, glücklichen Ausgange beigetragen. Empfanget deß-halb im Namen der Eidgenossenschaft unsern aufrichtigen Dank, empfanget das feierliche Zeugniß,daß das eidgenössische Heer sich abermals um das Vaterland wohlverdient ge-macht hat.
Gedenket, eidgenössische Wehrmänner! der jüngsten, so ernsten und in ihrem Ernste so schönen Tage,dieser Tage, in denen das Vaterland ein so hehres Beispiel der Eintracht und des Brudergeistes gegeben,in denen das eidgenössische Heer diesem Aufschwünge einen so vollendeten Ausdruck verliehen hat. EuereTreue, Euere Hingebung und Opferfähigkeit werden nimmer vergessen sein; eine dankbare Nachwelt wirdEuch ein bleibendes und wohlverdientes Andenken bewahren, und die unparteiische Geschichte wird Euerin den Jahrbüchern der Eidgenossenschaft in ehrenvoller Weise Erwähnung thun.
Eine große Ueberzeugung haben wir alle aus den letzten Erlebnissen geschöpft, eine Ueberzeugung,welche den Glauben an unsere Zukunft neu belebt, die Gewißheit: daß wenn das Vaterland ruft, dieserRuf in allen Gauen stets den lebendigsten Wiederhall finden wird; daß alle seine Kinder in edlem Wett-eifer nichts versäumen und Alles thun werden, um die Schirmstätte der Freiheit unentweiht den kommen-den Geschlechtern zu überliefern.
In dieser Hoffnung bieten wir Euch das Abschiedswort, — In dieser Ueberzeugung empfanget,eidgenössische Wehrmänner, unsern vaterländischen Scheidegruß.