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Memorabilia Tigurina oder Chronik der Denkwürdigkeiten des Kantons Zürich 1850 bis 1860 / von G. v. Escher
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lationen Kreuzung vorzunehmen, indem man ca. 20000 Grundforelleneier mit Lachsmilch sättigte,ein Verfahren, das übrigens schon längere Zeit in Hüningen mit Erfolg angewendet wurde.Versuchsweise wurden auch mehrere tausend Lachseier eingesetzt, in der Absicht, die Aufzucht dieserkleinen Fische für unbestimmte Zeit in einem der vorhandenen kleinen Teiche zu besorgen. Die Ent-wickelung der eingesetzten Brüt ging im Berichtsjahr außerordentlich rasch von statten, wozu insbe-sondere die ausgezeichnet gelinde Witterung während der Brütungsperiode (Weinmonat bis EndeChristmonat) beitrug, und schon am 8. Wintermonat schlüpften die unterm 30. Herbstmonat einge-setzten Forelleneier von Kslwo umdla in 39 Tagen aus, (also in kürzerer Zeit als die Normal alsMinimum angenommen). Das Gesammtergebniß der dießjährigen Fischproduktion zeigte

von 63400 Eiern des Kalmo umdla (aus dem Aegerisee, der Limmat u. s. f.) 48500 Fische.

22000 - - - kario (aus hiesigen Bächen) 17000 -

187000 - - - laeustris (aus dem Zugersee) 142500 -

23000 - - - Kalvellmus (aus dem Zugersee) 13200 -

8000 - - - salar (aus dem Rhein ) . 6700 -

Sa. 227900 Fische.

Dazu kommen noch die im Frühjahr erzeugten Speisefischchen, so daß im Ganzen mindestens 300000Fischchen erzeugt wurden. Hiervon wurden bis Ende des Berichtsjahrs die Erstlinge der eingesetztenBrüt, ca. 90000 Stück, in den See versetzt. Es ist nun mit Bestimmtheit anzunehmen, daß wennnach dem dießjährigen Maßstabe noch einige Jahre operirt werden kann, die Zunahme der Forellenim Zürichsee deutlich wahrzunehmen sein wird, und auch die verödeten Bäche wieder fischreich ge-macht werden können. — In der Privatanstalt in Glattfelden sind dieses Jahr wieder sehr befriedi-gende Resultate erzielt und ca. 50000 Stück verschiedener Forellen und 20000 Stück Lachse erzeugtworden. Schließlich darf bemerkt werden, daß die Korporationsgemeinde der Stadt Zug Vorrich-tungen für eine Fischzuchtanstalt und namentlich größere Bassins für Aufbewahrung größerer Fischeim Laufe des Berichtsjahres erstellen ließ, wodurch der hiesigen Anstalt der Vortheil erwächst, daßsie in der Folge ihren Bedarf an Laichforellen von dort beziehen kann.

1858.

Die während der letzten Laichperiode erzeugten Fische, ca. 219200 an der Zahl, wurden vonAnfangs März bis Mitte Brachmonats theils den benachbarten Bächen, theils dem Zürichsee über-liefert. Bis zu dieser Zeit wurden sie gefüttert mit gekochtem Blute, pulverisirtem Rindfleisch und jungerlebender Fischbrut von Hechten, Barschen, Rötheln, Nasen und gemeiner Wille, deren wenigstens290000 Stück wählend dieser Periode produzirt, dann aber in kurzer Zeit und mit großer Begierdevon den jungen Forellen verschlungen wurden. Mit Anfang Weinmonat (mithin einen Monat späterals im vorigen Jahre) wurde zuerst mit Kalmo kario und dann bis zum Schlüsse des Berichtsjahrsmit den übrigen Forellenarten operirt und es ergaben sich hieraus

von 207000 Eiern des Kalmo laeustris 177000 junge Fische

97000

27500

23100

10000

umdla (gekreuzt) 61000 -

Kalvellmus 13700 -

kario 18500 -

salar 8700 -

also aus 346600 Eiern

Sa. 278900 Fischchen.

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