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Memorabilia Tigurina oder Chronik der Denkwürdigkeiten des Kantons Zürich 1850 bis 1860 / von G. v. Escher
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1853.

In Hirze! wurden nach gütlichem Vergleich mit der Gemeinde neue Uhrtafeln hergestellt; inZollikon der Boden des Chors mit Platten belegt; in Zürich der Thurm derPrediger-krrche ausgebessert und frisch angestrichen. Im Groß Münster unternahm es ein Privatvereindie Kirche durch eine neue steinerne Treppe nut dem Chor zu verbinden und den Abschluß desselbenmittelst einer Mauer und steinernem Geländer zu bewerkstelligen, (wobei der Staat die Kosten derVersetzung der Sreinhauerarbcit trug), ferner eine neue Kanzel herzustellen und die Fenster des Chorsmit 3 Glasgemälden zu schmücken. An die dießfäiligen Kosten wurde dem Verein später (1854) einBeitrag von 300 Fr. gegeben.

1854.

In Töß wurde im Heumonal der Bau der neuen Kirche begonnen und noch im Wintermvnatdesselben Jahrs vollständig unter Dach gebracht, mit Ausnahme des Thurms. Die neue Kirche stehthinter dem Schulhause aus einem ziemlich erhöhten Platze, dessen Erwerbung mit Inbegriff des fürden Friedhof verwendeten Raumes den Staat 5135 Fr. 86 Rp. n. W. kostete. — Die Kirche istim Sprtzbogenstyl gehalten, hat ohne den Choranbau 91' Länge 48' Breite und 33' lichte Höhe;Der Chor ist 13>/z' lang und 25' breit, der Thurm 150' hoch. — Die Kirche bietet 850 Sitz-plätze. — Der Voranschlag für die Kirchenbaute betrug 60000 Fr., wobei jedoch die Landerwerbungnur zu 2300 Fr. angenommen war; dazu kommen noch Mehrkosten für veränderte Krrchhofumfassungmit 1500 Fr. und ein Staatsbeitrag von 1000 Fr. an das Geläute, so daß die ganzen Baukostenauf zirka 66000 Fr. zu stehen kommen. — An die Bausumme wurden verwendet: der Erlös ausder alten Kirche und dem Kornmagazin mit 22500 Fr. und der Beitrag der Gemeinde Töß vonFr. 10000 Zusammen 32500, so daß die Staatsbetheiligung bei dieser Baute auf zirka 33000 Fr.zu stehen kommt. — Außer dem Beitrag der Gemeinde an den Bau hat dieselbe die Anschaffungeines Geläutes von 4 Glocken und einer Kirchenuhr sammt den Uhrtaseln übernommen, deren Kostenauf 15000 Fr. angeschlagen sind, auch hat sie den Staat der Unterhaltung des bisherigen Geläuiesentbunden.

In Kappet winde der Kirchhof entwässert und die Kirchendächer reparirt; in Hirzel derKirchtburm mit einem neuen Oelanstrich, in Rüti mit einem neuen Verputz versehen, und dieUhrtafeln neu vergoldet; in Wytikon der Helm neu bemalt, in Nieder wen in gen der Kirch-lhurm mit lärchenen Schindeln neu beschlagen und angestrichen.

1855

wurde der Kirchenbau in Töß vollendet. Die Gesammtkosten belaufen sich auf 81862 Fr. 81Rp. und nach Abzug der Beiträge von der Gemeinde und von Hr. Nieter bleiben für denStaat die Kosten 46062 Fr. 81 Rp. — In Hirzel betragen die Kosten für Umdecken und An-streichen des Helms rc. 711 Fr. 80 Rp., in Rüti für Veränderung eines Theils der Bestuhlungin Folge von laufendem Holzschwamm 800 Fr. In Wytikon Anstrich der Schindelwand, Be-stich an Kirche und Kirchhofmauer 308 Fr. 2 Rp.

1856.

Die Entwässerung des Kirchhofs zu Kappet erwies sich als ungenügend, weshalb nochzwei neue Tollen angelegt werden mußten: Kosten 850 Fr. — Die Anpflanzung des Kirchhofs vonTöß und Anlage der verschiedenen Zugänge erforderte 700 Fr. Der Kirchthurm zu Flaach wurde neu ver-

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