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Für den Sprung über das Seil mit dem Stab war die Höhe von 8' vorgeschrieben. DerWurfstein wog 75 Pfd., der zu hebende 118 Pfd. und mußte wiederholt auf einer Hand bis zurHöhe des ausgestreckten Armes gehoben werden.
Die Bremer Schützenfahrt auf dem Zürichsee .
(Nach Nr. 168 der N. Z.Ztg. vom 7. Juli 185g.)
Ein herrliches Blatt in der Geschichte des eidgen. Freischießens in Zürich bildet die Spazier-fahrt der Bremer Schützen, welche Dienstags den 5. Juli beim prächtigsten Wetter und unter demApplaus der ganzen Bevölkerung auf dem Zürichsee stattgefunden hat. Unvergeßlich, vielleicht bei-spiellos für jeden Theilnchmer war dieser Triumphzug der Bremer, und mit Stolz wird jederSchweizer , der die Fahrt mitgemacht hat, aus dieselbe zurückblicken. Ebenso unauslöschlich dürsteaber auch den Bremer Schützen der Eindruck bleiben, den das freundliche und ehrenvolle Entgegen-kommen der wackern Dorfbewohner am Zürichsee auf ihr Herz und Gemüth gemacht hat.
Um 9 Uhr Vormittags fuhren die Bremer Schützen auf dem mit der Bremerflagge geschmücktenDampfschiffe «Stadt Zürich ", begleitet von Abgeordneten des Organisationskomites, von Mitglie-dern des Stadtraths, sowie von ihren letztjährigen Gästen aus der Schweiz und von den geseiertenDamen von Ncumünster unter den Klängen der Bremermufik vom Sammelplatz auf der Bauschanzeab. — Bald nachdem man den Schießplatz hinter sich hatte, ertönten vom rechten Seeufer vondem Landungsplätze Böllerschüsse als Aeußerungen der Freude über den Besuch der hanseatischenGäste, und immer mehr und mehr entfalteten sich diese Aeußerungen der Volkssympathie durch denSchmuck von Flaggen, bunten Tüchern und Guirlanden, womit die Ufer und zahlreiche von Jungund Alt besetzte Kähne sich schmückten, welche zur Begrüßung dem Dampfboote von allen Seitenentgegenkamen. — In Stäfa ließ die zahlreich versammelte Menge das Schiff nicht vorbei, ohnedaß es angelandet und ein, wenn gleich kurzes Fraternisieren zwischen den Bremern und den See-buben ermöglicht hätte. Feurige Begrüßungen wurden gewechselt und ein Freundschaftstrunk inschönen Bechern kredenzt. — Bald war Rappersweil erreicht und geleitet von den wackern Sänger-vereinen und dem Schützenverein des alten Städtchens begab man sich durch die festlich geschmücktenStraßen nach dem im schönsten Schmucke der Natur prangenden, herrlich gelegenen Lmdenhof, ander Spitze die unermüdliche Musik von Bern . Auch hier wurden herrliche Worte gewechselt, dieKrone der Rede aber gebührt Hrn. alt Landamman Curti, dem treuen Kämpfer für seine innerstefreisinnige Ueberzeugung; diese wechselten mit patriotischen Gesängen und Musik; die wenigen frohenmit einander verlebten Stunden waren zu schnell dahingeeilt, als daß ein Scheiden schon möglichgewesen wäre, weshalb, als die Stimme des Kapitäns zum Aufbruch mahnte, der Festjubel dieVereine von Rappersweil mit aufs Schiff fortriß. — Neue Festlichkeiten warteten auf die Bremerin dem strandbevölkerten Richtersweil, dessen Abgeordnete und Vereine zum neuen festlichen Mahleeinluden. Durch die in Spalier aufgestellten Kadetten zog man ins Festlokal, wo neuerdings Redenund Gesänge wechselten. Nur zu schnell rief man zum Aufbruch nach Wädensweil, wo ein ähn-licher Empfang den Bremern bereitet war und wo zwei in alter Schweizertracht gekleidete Knabenzu beiden Seiten des Landungsplatzes als Piedestal aufgestellt waren, neben welchen Hr. DekanHäfeli in einer an Gehalt und Humor gleich reichen Rede die Bremer begrüßte. — In Wädens-