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Memorabilia Tigurina oder Chronik der Denkwürdigkeiten des Kantons Zürich 1850 bis 1860 / von G. v. Escher
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mehrfacher Beziehung wohl den ersten Rang. Zwar sind die Räumlichkeiten gegenwärtig noch sehrbeschränkt, sowohl für gehörige Aufstellung als für die bequeme Benutzung zum Zwecke desUnterrichts.

1851/52.

Die sämmtlichen naturwissenschaftlichen Sammlungen, besonders auch das zoologische Kabinet,mit dem auch eine Sammlung von Eiern und Skeletten verbunden ist, sind in fortwährendemWachsthum begriffen, und werden mit Eifer und Sorgfalt verwaltet und von Einheimischen undFremden sehr oft besucht und benutzt. Um Einheit und ein grundsätzliches Verfahren in die Be-sorgung, Beaufsichtigung und Benutzung der Sammlungen zu erzielen, erließ der Regierungsrath'unterm 22. November 1851 ein darauf bezügliches Reglement.

1852/53.

Dem zoologischen Museum kommt die in neuerer Zeit so sehr erleichterte Kommunikation mitfernen Ländern sehr zu Statten. Trotz der geringen Mittel, auf welche die Anstalt angewiesen ist,hat sie sich auf eine rühmliche Stufe emporgearbeitet, wozu die kostbaren Geschenke, welche der An-stalt von Gönnern der Wissenschaft fortwährend gemacht werden, wesentlich beitragen.

1853/54.

Von Privaten erhielt die zoologische Sammlung einen Beitrag von 430 Fr. Die neuen An-schaffungen belaufen sich auf die Summe von Fr. 1166. 36.

1854/55.

Durch Tausch und Ankauf wurde auch in diesem Jahr die Sammlung beträchtlich vermehrt.Von einem Privaten wurden ihr Fr. 100 geschenkt. Die Anschaffungen betragen Fr. 749. 27.

1855/56.

Eine werthvolle Schenkung von brasilianischen Naturalien erhielt das Museum durchHrn. Bürgi-Ritschard auf Rigikulm. ,

1857/58.

Der Stadtrath von Zürich überläßt die ihm zugefallenen naturhistorischen Sammlungen desfleißigen Jnsectologen Brenn dem Polytechnikum als Geschenk und dessen in ihrer Art einzige höchstinteressante biologische Sammlung zur Benutzung.

1858.

Die Erben des sel. Hrn. Escher-Zollikofer, Hr. Dr. Alfred Escher und Hr. Bergrath Stockar-Escher , schenkten im März dem zoologischen Kabinet des Polytechnikums die berühmte prachtvolleund äußerst kostbare Sammlung von Schmetterlingen und Insekten. Sie zählt in 66300 Exem-plaren 22280 Arten. Sie soll in besondern Räumen des Polytechnikums als „Escher-Zollikoser'schesMuseum" aufgestellt und aus einem besondern Kredit unterhalten und vermehrt werden.

Die spätern Berichte von 1859 und 1860 enthalten bezüglich auf die Sammlungen nichtsBemerkenswerthes.