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Memorabilia Tigurina oder Chronik der Denkwürdigkeiten des Kantons Zürich 1850 bis 1860 / von G. v. Escher
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zum Tode durch die Guillotine verurtheilt. — 1857. Die erste Abtheilung der vor einigen Jahrenbegonnenen Straße zweiter Klasse von Einbrach über Eschenmosen nach Bülach konnte dem Verkehrübergeben werden. An die Kosten des Baues erhielt Ober-Embrach einen Staatsbeitrag.

Enge.

«Der Name Engi kommt schon in alten Jahrzeitbüchern des Stiftes zum Großen Münster vor.)

Bezirk Zürich. Politische Gemeinde, l. Militärbezirk. 20. NotariatSkreis Wollishofen u. s. s. (in Zürich » zur Kirch-gemeinde St. Peter in Zürich gehörend. Die politische Gemeinde besteht aus den beiden Civil- und Schulgemeinden Engeund Leimbach .

Die Civil- und Schulgemeinde Enge zählt folgende Ortsnamen: Bleicherweg, Belvoir, Bürgli, im untern Bürgli,Bedergaß, Brandschenke, Kappeli, Freudenberg, Gabler, im Kratz, auf Rietli, im Rank, bei 3 Scheuren, am See. Slernen-gaß, auf dem Stock, beim steinernen Tisch, Spitalerrain, im Selnau, beim Trauben, Trülliwerk, Venedigli.

1850 richtete die Gemeinde ihr Löschwesen neu ein und besitzt nun eine trefflich eingeübteLöschmannschaft. — 1851, 29. März, brannten zwei alte Scheunen ab. — In diesem Jahre führtedie Gemeinde eine durchgreifende Korrektion des Fußweges über die Baldern aus, vom „Häusli"in Leimbach bis zum „Rieshof*. — Am 14. Juni beschenkte die Gemeinde die Herren vr. AlfredEscher und Oberrichter Bernhard Stecker mit dem Gemeindsbürgerrecht. — 1852, brannten am4. Juli Nachts an der Baldern gegen 2 Juchart Wald ab und im August wurde in einem Ge-bäude in Enge Feuer eingelegt, das glücklicher Weise vom Wächter entdeckt und gelöscht werdenkonnte. — 1853, im Februar trat die Bürgergemeinde Enge-Lcimbach die der Stadt Zürich bereitsals Eigenthum gehörende zirka 8 Juchart haltende Wiese im Selnau gemeindrcchtlich an die Stadtab, unter der Bedingung, daß auf diesem Gebiete das Bezirkshauptortgebäude errichtet werdenmüsse. Für eine fahrbare Selnaubrücke über den Schanzengraben sind von Privaten zirka 6000 Fr.gezeichnet worden. — 1854, Sonntag den 9. April beschloß die Gemeinde, an den Bau des Poly-technikum die Aversalsumme von 4000 Fr. zu bezahlen. — Am 30. Juni zündete ein sechsjährigerKnabe in Enge hinter dem Gasthof zum Adler bei furchtbarem Winde einen Stock Heu an; indessengelang es der Geistesgegenwart von zwei Männern, dem Feuer zu wehren, bis anderweitige Hülfekam. — 1856 beschloß die Gemeinde die Korrektion der Bedergasse, welche sofort in Angriffgenommen wurde. An die Kosten wurde ihr im Jahr 1857 ein Staatsbeitrag verabreicht. —1858 ließ die Kirchgemeinde den Kirchhof in Enge beträchtlich erweitern und verschönern. — 1859steuerte die Gemeinde an den Bau der Reformirten Kirche in Luzern Fr. 436. — 1860 wurdein der Gemeinde für die verfolgten Christen in Syrien Fr. 320 und für dre Wasserbeschädigtenim Wallis 460 Fr. gesteuert.

Engstringen, Ober (s. Höngg).

„ Unter (s. Weiningen ).

Erlenbach .

(Der Name kommt urkundlich schon im Jahr 981 vor.)

Bezirk Meilen. Kirch-, politische und Schulgemeinde. lll. Militärbezirk. 26. NotariatSkreis Erlenbach (in Küßnacht »;theilt sich in folgende 5 Wachten: Oberwacht, Unterwacht, Vorderwacht, Winklerwacht und Wyderwacht.

1851. Am 7. August schlug der Blitz in den Thurm der Kirche zu Erlenbach und soll für5000 fl. Dachziegel zertrümmert haben. — An den im Sommer durch Hochgewitter erlittenen