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Memorabilia Tigurina oder Chronik der Denkwürdigkeiten des Kantons Zürich 1850 bis 1860 / von G. v. Escher
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— 1851. Zur Unterstützung der im Jahre 1849 gegründeten Seidenwebschule wurden vomRegierungsrath 1000 Fr. bewilligt. — Am Fastnachts-Montag wurde auf dem Hauptplatz vor demGemeindehaus ein ganz(?) maskirter Vieh- und Waarenmarkt abgehalten. — August. Als Pfarrver-weser der Gemeinde Fischenthal bestellte der Kirchenrath den Hrn. I. Ulrich Rebsamen von Turben-thal. — Im November bestimmte der Regierungsrath, daß die Einzugsgebühr in das Armengutvon 50 Fr. auf 60 Fr. und diejenige in das Gemeindegut von 8 Fr. auf 32 Fr. und die Nreder-lassungsgebühr. in das Gemeindegut auf 2 Fr. festgesetzt werden solle. — 1852. 17. auf den 18.September riß die hoch angeschwollene Töß in der Gemeinde Fischenthal 5 Stege und nebst mehrernJucharten Land und Wuhrungen auch ein Stück der Landstraße fort. An den aus 7460 Fr. ge-schätzten Schaden erhielt die Gemeinde einen Staatsbeitrag von 800 Fr. — 1853. In Folge desHochwassers im Frühling stürzte die Brücke in der Bodmen, Gemeinde Fischenthal , zusammen,wobei das Bachbett durch die Trümmer ausgefüllt uud das Ufer durch das aufgestaute Wasser sotief ausgewaschen wurde, daß eine Wiederherstellung der Brücke an dieser Stelle unverhältnißmäßigeKosten verursacht haben.würde. Es mußte daher die Straßenrichtung verändert und eine neuesteinerne Brücke gebaut werden, die für 5750 Fr. in Akkord gegeben, jedoch vom Staate bezahltwurde. — Aus dem Legate des sei. Herrn Hürlimann-Landis von Richtersweil erhielt dieGemeinde Fischenthal 3000 Fr. - Aus dem Kredit für Unterstützung der ärmern Gemeindenerhielt Fischenthal an seine Armenausgaben einen Staatsbeitrag von 700 Fr. a. W. — 1854.Herr Pfarrer Rebsamen erhielt einen Ruf als Seminardircktor nach Kreuzlingen im Kanton Thur-gau. — März. Aus je 100 Einwohner erhielt die Gemeinde 1^2 Malter Kernen ä. 30 Fr.per Malter aus den Staatsvorräthen und zur Bestreitung der Armenausgaben einen Staatsbeitragvon 300 Fr., sowie aus dem Kredit für außerordentliche Unterstützung ärmerer Gemeinden 600 Fr.

— 1856, 30. November Morgens 2 Uhr brannte in der Bodmen ein von 4 Haushaltungenbewohntes Haus ab; von den 4 Familien hatte nur Eine ihren Hausrath versichert. — 1857,8. August. Der Regierungsrath ernannte auf den Vorschlag des Kirchenraths den Herrn HeinrichStrehler, Vikar in Bäretsweil, zum Pfarrverweser in Fischenthal. — 1858. Die Gemeinde Fischen-thal erhält als einen Theil des Staatsbeitrags an die Kosten des Baues der Kommunikations-Straße von Stäg durch das Fuchsloch nach der St. Galler Grenze 4500 Fr. — 1859. Herr Joh.Schoch von Fischenthal in Mailand hat seine Heimat reich beschenkt, indem er sich verpflichtete,während fünf Jahren die Kostgelder für 90 arme Kinder zu bezahlen, wofern sie an solche Familienuntergebracht werden, die Garantie bieten, daß sie in jeder Beziehung eine gute Erziehung erhalten.Außerdem schenkte er den Gemeindsbehörden 20,000 Fr. zu Gründung einer Korrektionsanstalt fürliederliche Leute. — 1860. Die Schulgenossenschaft Lenzen, Schulkreis Fischenthal , erhält an dieKosten ihres neu erbauten Tchulhauses einen Staatsbeitrag von Fr. 3500. — Dezember.Der Gemeinde Fischenthal wird bewilligt, einen monatlichen Viehmarkt abzuhalten.

Flaach .

«Urkundlich kommt ein Berchloldus de Flache im 11. Jahrhundert vor; dann Flacha 1014 u. später —.)

Bezirk Andelfingen. Kirchgemeinde. VI. Militärbezirk. 2. Notariaiskreis Andelfingen ; besteht aus den politischen.Civil- und Schulgemeinten: Flaach und Volke». Die Civil- und Schulgemeinde Flaach umfaßt die Ortsnamen« Flaach,am Rhein und Thurhaus. Die Civil- und Schulgemeinde Vollen besteht elnstg aus dein Dorfe Vollen ls. d. Art.)