640
— Am 4. Juli kamen auf dem Rhein 3 Weidlinge von Eglisau nach Laufen, um Salz zuladen, ihnen folgte ein kleines Schiffchen, das dann auf der Achse nach Feuerthalen geführt werdensollte. Als nun das Schiff quer über den Fluß setzte, schnellte ein zwischen 14 und 16 Pfd. schwerermännlicher Lachs in das Schiffchen, wo er dann gefangen und sofort in Schaffhausen verkauftwurde. — 1854. Anstatt einer Unterstützung an Getreide erhielt Laufen einen Staatsbeitrag von200 Fr. — 1856. In Uhwiesen (bei Laufen) erschoß ein Knabe sein Schwesterchen, indem er denHahn eines nicht geladen geglaubten Gewehrs gegen dasselbe losdrückte. — 1858, Oktober. DerRheinsallfußgängersteg bei Laufen wurde von Schaffhauser-Seite ungeachtet aller Vorstellungen derZürcher-Regierung gesperrt und die Bauern von Neuhausen verwehrten den Durchpaß durch ihreWeinberge. — 1859. Bei Uhwiesen ergriff der Strudel im Rhein einen Badenden und riß ihnüber den Rheinfall hinunter. Seine Leiche konnte nicht aufgefunden werden. — 1860, 2. Mairichtete ein furchtbarer Wolkenbruch über Uhwiesen, Laufen, Dachsen , Denken großen Schaden anWeinbergen und im Felde an.
«Lindau , in Urkunden vom Jahr 774 Lintowa, Lindunowa 972, Lindenowa, Lindowe 1271 u. s. f. bedeutet die Aubei den Linden.)
Bezirk Pfäsfikon. Kirch- und politische Gemeinde. Zunft Jllnau. V. Militärbezirk. 1. Notariatskreis Kyburg; bestehtaus den 4 Civilgemeinden: Lindau , Tagelschwangen, Wtnterberg (mit Hof Kieinikon) und Grafstall und den gleichen4 Schulgemeinden. Die Schulgemeinde Lindau umfaßt außer dem Dorf Lindau noch iLschlikon. Die Schulgemeinde Tagel-schwangen besteht aus dieser einzigen Ortschaft. Zur Schulgemeinde Winterberg gehört auch Kleinikon und der zur GemeindeTösi gehörende Bläfihof. Die Schul- und Civilgemeinde Grafstall besteht nur aus dieser Ortschaft.
1851 erhielt Grafstall (Gemeinde Lindau ) einen Staatsbeitrag an die Kosten der im vorigenJahre ausgeführten Straßenbauten. — 1852. Am 8. Januar wurde alt Schullehrer Hs. UlrichTemperli von Tagelschwangen beim Holzfällen von einem umstürzenden Baume erschlagen. —Die Gemeinde Lindau unternahm gemeinschaftlich mit Jllnau den Bau der 7287' langenStraße von Effretikon nach Tagelschwangen. — Grafstall erbaut eine neue Straße vom Dorf bisan die neue Zürich-Winterthurer -Hauptstraße auf 1200' Länge. — In der Nacht vom 30. November aufden 1. Dezember brannte in Grafstall, Gemeinde Lindau, ein von zwei Haushaltungen bewohntesHaus ganz ab. Man vermuthet Brandstiftung, (assekurirt 1300 sl.). — 1855. In Betracht, daßdie Eisenbahnstrecke Winterthur-Oerlikon bald in Betrieb gesetzt werde, hat das eidgen. Postdeparte-ment das Postbüreau Tagelschwangen aufgehoben. — 1858. Die Schulgenossenschast Lindau erhältan die Kosten ihres neu erbauten Schulhauses einen Staatsbeitrag von 1000 Fr.
(Urkundlich Luvingin 1173, Lufingen 1360, d. h. bei den Nachkommen des Luffo.)
Bezirk Bülach. Kirch-, politische und Schulgemeinde. Vll. Militärbezirk. 2. Notariatskreis Kloten ; besteht einzig ausdem Dorfe Lufingen. Zur Schule Lufingen gehören auch die Ortschaften Moosbrunn und Hintermarchlen und der Hof-gemeinde Unterembrach und die Ortschaften Border-Marchlen und Augweil von der Hofgemeinde Oberembrach .
1852, April. Am Ostersonntag wurde während der Morgenpredigt in das Pfarrhaus Lufingen eingebrochen und ein bedeutender Diebstahl verübt; die Hausgenossen waren alle in der Kirche. —1853 baute Lufingen eine steinere Brücke über den Dorfbach auf der Straße nach Einbrach. —